Probenversand

Medizinische Proben sind nach den jeweils aktuellen gefahrgutrechtlichen Bestimmungen zu verpacken, zu kennzeichnen und zu transportieren. Die Transportbestimmungen der entsprechenden Kurierdienste sind zu beachten. Die Primärgefäße (meist Blutentnahmeröhrchen) und die Sekundärverpackung müssen flüssigkeitsdicht sein, ausreichendes Absorptionsmaterial muss zwischen Primärgefäß und Sekundär-
verpackung enthalten sein.

Kategorie A Patientenprobe

Zur Kategorie A gehören Patientenproben mit Verdacht auf Erreger lebensbedrohlicher verlaufender Infektionen, u. a. Erreger viraler hämorrhagischer Fieber (Risikogruppe 4 nach BioStoffV). Sie sind der UN-Nummer 2814, „Ansteckungsgefährlicher Stoff, gefährlich für Menschen“, zugeordnet und nach der Verpackungsvorschrift P 620 zu verpacken. Sie können nur unter gesonderten Sicherheitsvorkehrungen befördert werden.

Wichtige Hinweise

  • Die Einsendescheine solcher Analysen sind mit * gekennzeichnet.
  • Kuriersendungen bitte nicht ans Postfach, sondern wie folgt adressieren:
    Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
    Zentrale Labordiagnostik
    Bernhard-Nocht-Straße 74
    D-20359 Hamburg
  • Diese Proben sind unbedingt vorab beim diensthabenden Virologen
    telefonisch anzukündigen: 0171 2127900

Kategorie B Patientenprobe

Verpackung nach P 650: „Biologischer Stoff, Kategorie B“
Verpackung nach P 650: „Biologischer Stoff, Kategorie B“

Der Kategorie B gehören Patientenproben mit Verdacht auf Erreger weniger gefährliche Infektionskrankheiten (Risikogruppe 2 und 3 nach BioStoffV) an. Sie sind unter der UN-Nummer 3373 „Biologischer Stoff, Kategorie B“ klassifiziert und sind nach der Verpackungsanweisung P 650 zu verpacken (siehe Foto).

Freigestellte medizinische Proben sind Patientenproben, für die nur eine minimale Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie Krankheitserreger enthalten. Entsprechend deklariert können sie in einer an die Verpackungsvorschrift P 650 angelehnten dreifachen Verpackung befördert werden. Es darf anhand des klinischen Bildes, der Anamnese oder sonstiger Voruntersuchungen keinerlei Verdacht auf das Vorhandensein von Infektionserregern vorliegen. Beispiele: Seroprävalenzbestimmung, Z.n. Infektion für retrospektive Antikörpernachweise.

Kontakt

Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin

Zentrale Labordiagnostik
Postfach 304120
20324 Hamburg

Tel.: +49 40 42818-444

Notfallnummer für Ärzte bei Verdacht auf hämorrhagisches Fieber
Tel.: +49 40 42818-0

Fax: +49 40 42818-252
E-Mail: labordiagnostik(at)bnitm.de

Beratung

Patienten wenden sich bitte an den behandelnden Arzt.

Beratung für Ärzte

Dr. med. Bernd Noack
Facharzt für Laboratoriumsmedizin

Priv.-Doz. Dr. med. Dennis Tappe
Infektiologe, Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie, Facharzt für Laboratoriumsmedizin

Tel.: +49 40 42818-211
Fax: +49 40 42818-252
E-Mail: labordiagnostik(at)bnitm.de

Ärztliche Leitung

Prof. Dr. med. Egbert Tannich
Facharzt für Medizinische Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie

Prof. Dr. med. Stephan Günther
Facharzt für Medizinische Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie