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Reisen & Impfung - Äthiopien

Thema: Reisen & Impfung

Äthiopien

Tropisches Klima, je nach Höhenlage heiß (bis 1.500 m, durchschnittlich 27° C); warm bis 2.500 m, durchschnittlich 21 - 23° C); kühl bis 3.500 m, ca. 15° C); kalt über 3.500 m). Von Juni bis Oktober Regenzeit. Im Südosten wenig Regen. Temperaturen im März in Addis Ababa 18° C, im August ca. 15° C.

Impfvorschriften bei der Einreise

Bei unmittelbarer Einreise aus Europa bestehen keine Impfvorschriften. Bei einem Aufenthalt in einem der unten aufgeführten Länder (Gelbfieber-Endemiegebiete) während der letzten 6 Tage vor der Einreise nach Äthiopien wird bei der Einreise eine gültige Gelbfieber-Impfbescheinigung verlangt (ausgenommen Kinder < 1 Jahr).

Eine Bescheinigung (Impfpass), auf der eine gültige Gelbfieber-Impfung nachgewiesen wird, ist erforderlich bei der Einreise aus den folgenden Ländern:

Angola - Äquatorialguinea - Argentinien -  Benin - Bolivien - Brasilien - Burkina Faso - Burundi - Ecuador - Elfenbeinküste - Französisch Guayana - Gabun - Gambia - Ghana - Guinea - Guinea-Bissau - Guyana - Kamerun - Kenia - Kolumbien - Kongo, Rep. - Kongo, Dem. Rep. - Liberia - Mali - Mauretanien - Niger - Nigeria - Panama - Paraguay - Peru - Ruanda - Senegal - Sierra Leone - Sudan - Suriname - Togo - Trinidad & Tobago - Tschad - Uganda - Venezuela - Zentralafrikanische Republik

Nach den vorliegenden Informationen wird von den äthiopischen Einreisebehörden eine Gültigkeitsdauer der Gelbfieberimpfung von 10 Jahren angenommen (also nicht lebenslang wie von der WHO empfohlen).

 

 

Empfohlener Impfschutz

Standardimpfungen entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO). Dazu zählen die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, außerdem ggf. Impfungen gegen Hepatitis A, Influenza, tetravalente Meningitisimpfung, Gelbfieber.

Abhängig von Dauer und Art der Reise sowie besonderen Bedingungen während des Aufenthalts (enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung, Übernachtungsmodalitäten, Berufs- und Freizeitaktivitäten etc.) kommen möglicherweise weitere Impfungen in Frage. Hier sind das aktuelle Infektionsrisiko in Äthiopien, der Gesundheitszustand und besondere Vorerkrankungen des Reisenden sowie sein derzeitig bestehender Impfschutz von Bedeutung. Es ist zu empfehlen, individuell den Rat eines reisemedizinisch ausgewiesenen Arztes oder eines Tropeninstituts einzuholen. Eine reisemedizinische Beratung sollte spätestens vier Wochen vor der geplanten Reise erfolgen, damit sinnvolle/erforderliche Impfungen rechtzeitig durchgeführt werden können. Die Kostenübernahme ist individuell mit der jeweiligen Krankenkasse zu klären. Für Äthiopien sind die folgenden Impfungen zu erwägen:

  • Typhus
  • Poliomyelitis
  • Herpes zoster (> 50 Jahre)
  • Meningitis Serotyp B
  • Hepatitis B bei längeren Aufenthalten oder engem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung
  • Tollwut bei Umgang mit Tieren

Eine Auflistung reisemedizinisch qualifizierter Ärzte finden Sie unter http://www.dtg.org/

Malaria

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Risiko: Es besteht ein hohes Malaria-Risiko im ganzen Land unter 2.200 m Höhe, nur im Omo-Gebiet im Süd-Westen ist das Risiko geringer. Addis Abeba ist malaria-frei.

Durch den konsequenten Gebrauch von insektenabwehrenden Substanzen (Repellentien) besonders abends und nachts wird das Risiko der Übertragung einer Malaria deutlich gesenkt.

Eine Chemoprophylaxe (regelmäßige Einnahme von Anti-Malaria-Medikamenten) ist dringend empfohlen.

Weitere sinnvolle Maßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen sind:

  • Abends und nachts Aufenthalt in mückengeschützten Räumen (Räume mit Klimaanlage, Mückengitter an Fenstern und Türen)
  • körperbedeckende Kleidung bei Aufenthalt im Freien, besonders abends und nachts.
  • Insektenbekämpfung im Wohn-/Schlafbereich durch Aerosole, Rauchspiralen u.ä.
  • Schlafen unter einem (möglichst imprägnierten) Moskitonetz

Die Mitnahme von Malariamedikamenten für eine Notfallbehandlung („Stand-by Therapie“; verschreibungspflichtig) kann evtl. sinnvoll sein. Dies und die Anwendungsmodalitäten sollten jedoch unbedingt vorher mit einem reise- bzw. tropenmedizinisch ausgewiesenen Arzt besprochen werden.

Ratschläge zur Reiseapotheke

Statten Sie ihre Reiseapotheke so aus, dass kleinere Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen selbst behandelt werden können. Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen müssen, sollten Sie in ausreichender Menge in Ihrem Handgepäck mitführen. Eine Bestätigung (am besten in Englischer Sprache) der Notwendigkeit der Einnahme dieser Medikamente kann notwendig sein. Die Zusammensetzung Ihrer Reiseapotheke sollte mit einem Arzt besprochen werden. Es empfehlen sich auf jeden Fall Mittel gegen Insektenstiche, Fieber und Schmerzen, Durchfall, Desinfektionsmittel, Pflaster und Verbandsmaterial, Sonnenschutzmittel. Weitere Medikamente (Antibiotikum, Malariamedikamente) können sinnvoll sein.

Aktuelle Meldungen

keine

Allgemeine Hinweise

Medizinische Versorgung: Es ist mit Einschränkungen bei der ärztlichen und medikamentösen Versorgung zu rechnen. Deshalb ist auf die Bestückung der Reiseapotheke (evtl. ärztliche Bescheinigungen) und auf eine Auslandskrankenversicherung mit eventueller Rückholung in das Heimatland besonderer Wert zu legen.

Hinweise zur Sicherheit im Reiseland finden sich auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes www.auswaertiges-amt.de.

 HIV ist weltweit verbreitet und tritt daher auch in Äthiopien auf. Daher sollten die bekannten Risiken wie in anderen Ländern auch gemieden werden.

Bei Biss durch Hunde oder andere Säugetiere ist immer an Tollwut zu denken.

Die Bilharziose (Schistosomiasis) kommt in Äthiopien vor, nur in Addis Abbeba und dem umliegenden Hochland ist nicht mit Infektionen zu rechnen. Die Darmbilharziose (Erreger: Schistosoma mansoni) kommt besonders vor im Fluss Awash, im Blauen Nil und den Omo-Tälern. Die Blasenbilharziose (Erreger: Schistosoma haematobium) kommt besonders vor im unteren Awash-Tal, entlang des Sebele-Flusses in Ogaden und in diversen Flussläufen in West-Äthiopien.

Insbesondere von Mai bis Oktober kann die Meningokokken-Meningitis (also eine Form der Hirnhautentzündung) durch Tröpfcheninfektion übertragen werden, vorwiegend im Westen und Süden des Landes.

Ansprechpartner

Botschaft der Demokratischen Bundesrepublik Äthiopien
Boothstraße 20 a, 12207 Berlin
Tel.: +49 (0)30 - 77 20 6-0
Fax: +49 (0)30 - 77 20 6-26
E-Mail: Emb.ethiopia(at)t-online.de
Web: www.aethiopien-botschaft.de

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Yeka Kifle Ketema (Khebena), Woreda 03, Addis Abeba
Tel.: (00251 11) 123 51 39
Fax: (00251 11) 123 51 52
E-Mail: info(at)addis-abeba.diplo.de
Web: www.addis-abeba.diplo.de

Alle hier gemachten Angaben erfolgen ohne Gewähr
und ersetzen nicht eine reisemedizinische Beratung.