Angola

Reisen & Impfung - Angola

Thema: Reisen & Impfung

Angola

Tropenklima; Regenzeit von Oktober bis April. Im Hochland fällt mehr Regen als im Küstentiefland; Jahrestemperaturen im Durchschnitt: An der Küste 24° C, im Hochland 20° C.

Impfvorschriften bei der Einreise

Die Impfung gegen Gelbfieber ist vorgeschrieben. Der Nachweis kann evtl. schon bei der Beantragung eines Visums verlangt werden. Häufig auch Kontrollen des Impfpasses bei der Einreise nach Angola. Nach den vorliegenden Informationen wird von Angola die Gültigkeit der Gelbfieberimpfung als lebenslang betrachtet, eine Auffrischimpfung nach 10 Jahren ist im Regelfall somit nicht erforderlich. 

 

 

Empfohlener Impfschutz

Standardimpfungen entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO). Dazu zählen die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, außerdem ggf. Impfungen gegen Hepatitis A, Poliomyelitis (Kinderlähmung), saisonale Grippe, Meningitis (4 Serotypen), Gelbfieber.

Abhängig von Dauer und Art der Reise sowie besonderen Bedingungen während des Aufenthalts (enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung, Übernachtungsmodalitäten, Berufs- und Freizeitaktivitäten etc.) kommen möglicherweise weitere Impfungen in Frage. Hier sind das aktuelle Infektionsrisiko in Angola, der Gesundheitszustand und besondere Vorerkrankungen des Reisenden sowie sein derzeitig bestehender Impfschutz von Bedeutung. Es ist zu empfehlen, individuell den Rat eines reisemedizinisch ausgewiesenen Arztes oder eines Tropeninstituts einzuholen. Eine reisemedizinische Beratung sollte spätestens vier Wochen vor der geplanten Reise erfolgen, damit sinnvolle/erforderliche Impfungen rechtzeitig durchgeführt werden können. Die Kostenübernahme ist individuell mit der jeweiligen Krankenkasse zu klären. Für Angola sind die folgenden Impfungen zu erwägen:

  • Cholera
  • Hepatitis B bei längeren Aufenthalten oder engem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung
  • Tollwut bei Umgang mit Tieren
  • Typhus
  • Meningitis Serotyp B
  • Herpes zoster (> 50 Jahre)

Eine Auflistung reisemedizinisch qualifizierter Ärzte finden Sie unter http://www.dtg.org/

Malaria

Risiko: Es besteht ganzjährig ein Malariarisiko.

Durch den konsequenten Gebrauch von insektenabwehrenden Substanzen (Repellentien) besonders abends und nachts wird das Risiko der Übertragung einer Malaria deutlich gesenkt.

 Eine Chemoprophylaxe (regelmäßige Einnahme von Anti-Malaria-Medikamenten) ist dringend empfohlen.

Weitere sinnvolle Maßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen sind:

  • Abends und nachts Aufenthalt in mückengeschützten Räumen (Räume mit Klimaanlage, Mückengitter an Fenstern und Türen)
  • körperbedeckende Kleidung bei Aufenthalt im Freien, besonders abends und nachts.
  • Insektenbekämpfung im Wohn-/Schlafbereich durch Aerosole, Rauchspiralen u.ä.
  • Schlafen unter einem (möglichst imprägnierten) Moskitonetz

Die Mitnahme von Malariamedikamenten für eine Notfallbehandlung („Stand-by Therapie“; verschreibungspflichtig) kann evtl. sinnvoll sein. Dies und die Anwendungsmodalitäten sollten jedoch unbedingt vorher mit einem reise- bzw. tropenmedizinisch ausgewiesenen Arzt besprochen werden.

Ratschläge zur Reiseapotheke

Statten Sie ihre Reiseapotheke so aus, dass kleinere Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen selbst behandelt werden können. Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen müssen, sollten Sie in ausreichender Menge in Ihrem Handgepäck mitführen. Eine Bestätigung (am besten in Englischer Sprache) der Notwendigkeit der Einnahme dieser Medikamente kann notwendig sein. Die Zusammensetzung Ihrer Reiseapotheke sollte mit einem Arzt besprochen werden. Es empfehlen sich auf jeden Fall Mittel gegen Insektenstiche, Fieber und Schmerzen, Fieberthermometer, Durchfall, Desinfektionsmittel, Pflaster und Verbandsmaterial, Sonnenschutzmittel. Weitere Medikamente (Antibiotikum) können sinnvoll sein.


Bitte lassen Sie sich ausführlich zur medikamentösen Malariaprophylaxe beraten! Alle Malariamedikamente sind verschreibungspflichtig.

Aktuelle Meldungen

Angola war seit Ende 2015 von einer Gelbfieberepidemie betroffen, die Hunderte Tote gefordert hat. Besonders betroffen waren die Zentralprovinz, aber alle Landesteile haben Krankheits- und Verdachtsfälle gemeldet.

Inzwischen hat die WHO mitgeteilt, dass die Epidemie zum Ende gekommen ist (WHO-Meldung 25. November 2016: Winning the war against yellow fever).

Selbstverständlich sollten Reisende nach Angola weiterhin gegen Gelbfieber geimpft sein.

Allgemeine Hinweise

Medizinische Versorgung: Es ist mit erheblichen Einschränkungen bei der ärztlichen und medikamentösen Versorgung zu rechnen. Deshalb ist auf die Bestückung der Reiseapotheke und auf eine Auslandskrankenversicherung mit eventueller Rückholung in das Heimatland besonderer Wert zu legen.

Hinweise zur Sicherheit im Reiseland finden sich auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes www.auswaertiges-amt.de.

Ansprechpartner

Botschaft von Angola
Wallstr. 58, 10179 Berlin
Tel.: 030 - 24 08 97 0
Fax: 030 - 24 08 97 12
E-Mail: botschaft(at)botschaftangola.de
Web: www.botschaftangola.de

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Avenida 4 de Fevreiro, 120, Luanda
Tel.: 00244 222 - 33 47 73, 39 92 69, 33 45 16
Fax: 00244 222 - 37 25 51
E-Mail: info(at)luanda.diplo.de
Web: www.luanda.diplo.de

Alle hier gemachten Angaben erfolgen ohne Gewähr
und ersetzen nicht eine reisemedizinische Beratung.