Botswana

Reisen & Impfung - Botswana

Thema: Reisen & Impfung

Botswana

Tropisches Klima; Regen von November bis April; Trockenzeit Mai bis Oktober; durchschn. 22° C im Durchschnitt, höher im November, niedriger im Juli. Starke Temperaturdifferenzen in der Kalahari-Wüste.

Impfvorschriften bei der Einreise

Bei unmittelbarer Einreise aus Europa bestehen keine Impfvorschriften. Bei einem Aufenthalt in einem der unten aufgeführten Länder (Gelbfieber-Endemiegebiete) während der letzten 6 Tage vor der Einreise nach Botswana kann bei der Einreise eine gültige Gelbfieber-Impfbescheinigung verlangt werden (nicht erforderlich für Kinder unter 1 Jahr).

Eine Bescheinigung (Impfpass), auf der eine gültige Gelbfieber-Impfung nachgewiesen wird, ist erforderlich bei der Einreise aus den folgenden Ländern:

Angola - Äquatorialguinea - Argentinien - Äthiopien - Benin - Bolivien - Brasilien - Burkina Faso - Burundi - Ecuador - Elfenbeinküste - Französisch Guayana - Gabun - Gambia - Ghana - Guinea - Guinea-Bissau - Guyana - Kamerun - Kenia - Kolumbien - Kongo, Rep. - Kongo, Dem. Rep. - Liberia - Mali - Mauretanien - Niger - Nigeria - Panama - Paraguay - Peru - Ruanda - Senegal - Sierra Leone - Sudan - Suriname - Togo - Trinidad & Tobago - Tschad - Uganda - Venezuela - Zentralafrikanische Republik

Empfohlener Impfschutz

Standardimpfungen entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO). Dazu zählen die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, außerdem ggf. Impfungen gegen Hepatitis A, saisonale Influenza.

Abhängig von Dauer und Art der Reise sowie besonderen Bedingungen während des Aufenthalts (enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung, Übernachtungsmodalitäten, Berufs- und Freizeitaktivitäten etc.) kommen möglicherweise weitere Impfungen in Frage. Hier sind das aktuelle Infektionsrisiko in Botswana, der Gesundheitszustand und besondere Vorerkrankungen des Reisenden sowie sein derzeitig bestehender Impfschutz von Bedeutung. Es ist zu empfehlen, individuell den Rat eines reisemedizinisch ausgewiesenen Arztes oder eines Tropeninstituts einzuholen. Eine reisemedizinische Beratung sollte spätestens vier Wochen vor der geplanten Reise erfolgen, damit sinnvolle/erforderliche Impfungen rechtzeitig durchgeführt werden können. Die Kostenübernahme ist individuell mit der jeweiligen Krankenkasse zu klären. Für Botswana sind die folgenden Impfungen zu erwägen:

  • Typhus
  • Hepatitis B bei längeren Aufenthalten oder engem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung
  • Tollwut bei Umgang mit Tieren
  • Poliomyelitis
  • Meningits (5 Serotypen)
  • Herpes zoster (> 50 Jahre)

Eine Auflistung reisemedizinisch qualifizierter Ärzte finden Sie unter http://www.dtg.org/

Malaria

Es besteht ein hohes Malaria-Risiko besteht im gesamten Norden incl. nördliches Okavango-Delta, Chobe-Nationalpark und Moremi-Wildreservat, auch in der Nord-Ost-Provinz incl. Francistown), besonders in der Regenzeit  (November bis Mai). Im südlichen Delta mit Maun, Ngamisee-Region ist von einem mittleren Malariarisiko auszugehen, in Bereich des Central Kalahari Nationalpark besteht immer noch ein (geringes) Risiko an Malaria zu erkranken.

Ein geringes Malaria-Risiko besteht im Osten des Landes in den Grenzgebieten zu Zimbabwe (Regionen Bobirwa und Selebi-Phikwe)

Die südlichen Landesteile einschließlich Gaborone und Tshane sind malariafrei. 

Empfehlung: Bei Aufenthalten im Norden von November bis Juni (Boteti, Chobe, nördlicher Teil von Ghanzi, Kasane, Ngamiland, Okavango, Tutume Distrikte) sollte eine regelmäßige Prophylaxe durchgeführt werden. Bei Aufenthalten von Juli bis Oktober in diesen Gebieten reicht die Mitnahme eines Notfallmedikaments. Bei Aufenthalten in den Grenzgebieten zu Zimbabwe im Osten (Regionen Bobirwa und Selebi-Phikwe) sollte ebenfalls ganzjährig ein Notfallmedikament mitgeführt werden. Bei Aufenthalten im Süden (incl. Gabarone) ist keine Prophylaxe erforderlich.Durch den konsequenten Gebrauch von insektenabwehrenden Substanzen (Repellentien) besonders abends und nachts wird das Risiko der Übertragung einer Malaria deutlich gesenkt.

Weitere sinnvolle Maßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen sind:

  • Abends und nachts Aufenthalt in mückengeschützten Räumen (Räume mit Klimaanlage, Mückengitter an Fenstern und Türen)
  • körperbedeckende Kleidung bei Aufenthalt im Freien, besonders abends und nachts.
  • Insektenbekämpfung im Wohn-/Schlafbereich durch Aerosole, Rauchspiralen u.ä.
  • Schlafen unter einem (möglichst imprägnierten) Moskitonetz

Die Mitnahme von Malariamedikamenten für eine Notfallbehandlung („Stand-by Therapie“; verschreibungspflichtig) kann evtl. sinnvoll sein. Dies und die Anwendungsmodalitäten sollten jedoch unbedingt vorher mit einem reise- bzw. tropenmedizinisch ausgewiesenen Arzt besprochen werden.

 

 

Ratschläge zur Reiseapotheke

Statten Sie ihre Reiseapotheke so aus, dass kleinere Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen selbst behandelt werden können. Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen müssen, sollten Sie in ausreichender Menge in Ihrem Handgepäck mitführen. Eine Bestätigung (am besten in Englischer Sprache) der Notwendigkeit der Einnahme dieser Medikamente kann notwendig sein. Die Zusammensetzung Ihrer Reiseapotheke sollte mit einem Arzt besprochen werden. Es empfehlen sich auf jeden Fall Mittel gegen Insektenstiche, Fieber und Schmerzen, Durchfall, Desinfektionsmittel, Pflaster und Verbandsmaterial, Sonnenschutzmittel. Weitere Medikamente (Antibiotikum, Malariamedikamente) können sinnvoll sein.

Aktuelle Meldungen

 

Im gesamten Land hohes Risiko von Darminfektionen.

Milzbrand kommt selten vor (Tiere und Menschen).

Beim Baden im Süßwasser kann praktisch überall die Bilharziose übertragen werden.

Allgemeine Hinweise

Medizinische Versorgung: Es ist mit Einschränkungen bei der ärztlichen und medikamentösen Versorgung zu rechnen. Deshalb ist auf die Bestückung der Reiseapotheke und auf eine Auslandskrankenversicherung mit eventueller Rückholung in das Heimatland besonderer Wert zu legen.

Hinweise zur Sicherheit im Reiseland finden sich auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes www.auswaertiges-amt.de.

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