Länderinformationen

Reisen & Impfung - Jamaika

Thema: Reisen & Impfung

Jamaika

Tropisches Klima; Temperaturen zwischen 25 und 29° C.

Impfvorschriften bei der Einreise

Bei unmittelbarer Einreise aus Europa bestehen keine Impfvorschriften. Bei einem Aufenthalt in einem der unten aufgeführten Länder (Gelbfieber-Endemiegebiete) während der letzten 6 Tage vor der Einreise nach Jamaika kann bei der Einreise eine gültige Gelbfieber-Impfbescheinigung verlangt werden (nicht erforderlich für Kinder unter 1 Jahr).

Eine Bescheinigung (Impfpass), auf der eine gültige Gelbfieber-Impfung nachgewiesen wird, ist erforderlich bei der Einreise aus den folgenden Ländern:

Angola - Äquatorialguinea - Argentinien - Äthiopien - Benin - Bolivien - Brasilien - Burkina Faso - Burundi - Ecuador - Elfenbeinküste - Französisch Guayana - Gabun - Gambia - Ghana - Guinea - Guinea-Bissau - Guyana - Kamerun - Kenia - Kolumbien - Kongo, Rep. - Kongo, Dem. Rep. - Liberia - Mali - Mauretanien - Niger - Nigeria - Panama - Paraguay - Peru - Ruanda - Senegal - Sierra Leone - Sudan - Suriname - Togo - Trinidad & Tobago - Tschad - Uganda - Venezuela - Zentralafrikanische Republik

Empfohlener Impfschutz

Standardimpfungen entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO). Dazu zählen die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, außerdem ggf. Impfungen gegen Grippe und Hepatitis A.

Abhängig von Dauer und Art der Reise sowie besonderen Bedingungen während des Aufenthalts (enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung, Übernachtungsmodalitäten, Berufs- und Freizeitaktivitäten etc.) kommen möglicherweise weitere Impfungen in Frage. Hier sind das aktuelle Infektionsrisiko in Jamaika, der Gesundheitszustand und besondere Vorerkrankungen des Reisenden sowie sein derzeitig bestehender Impfschutz von Bedeutung. Es ist zu empfehlen, individuell den Rat eines reisemedizinisch ausgewiesenen Arztes oder eines Tropeninstituts einzuholen. Eine reisemedizinische Beratung sollte spätestens vier Wochen vor der geplanten Reise erfolgen, damit sinnvolle/erforderliche Impfungen rechtzeitig durchgeführt werden können. Die Kostenübernahme ist individuell mit der jeweiligen Krankenkasse zu klären. Für Jamaika sind die folgenden Impfungen zu erwägen:

  • Typhus
  • Meningitis (5 Serotypen)
  • Herpes zoster (> 50 Jahre)
  • Hepatitis B bei längeren Aufenthalten oder engem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung
  • Tollwut bei Umgang mit Tieren

Eine Auflistung reisemedizinisch qualifizierter Ärzte finden Sie unter http://www.dtg.org/

Malaria

Kein relevantes Malariarisiko.

 

 

Ratschläge zur Reiseapotheke

Statten Sie ihre Reiseapotheke so aus, dass kleinere Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen selbst behandelt werden können. Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen müssen, sollten Sie in ausreichender Menge in Ihrem Handgepäck mitführen. Eine Bestätigung (am besten in Englischer Sprache) der Notwendigkeit der Einnahme dieser Medikamente kann notwendig sein. Die Zusammensetzung Ihrer Reiseapotheke sollte mit einem Arzt besprochen werden. Es empfehlen sich auf jeden Fall Mittel gegen Insektenstiche, Fieber und Schmerzen, Durchfall, Desinfektionsmittel, Pflaster und Verbandsmaterial, Sonnenschutzmittel. Weitere Medikamente (Antibiotikum, Malariamedikamente) können sinnvoll sein.

Aktuelle Meldungen

Aus Jamaica wird berichtet, dass Zikavirus-Infektionen auftreten, das Risiko für Infektionen wird als hoch eingeschätzt.

Das Zika-Virus (ZIKV) wird durch Steckmücken auf den Menschen übertragen. Die Erkrankung geht mit Fieber, Hautausschlag, Gelenkschmerzen, einer Entzündung der Augenbindehaut sowie seltener Muskel- bzw. Kopfschmerzen und Erbrechen einher. Der Hautausschlag hält im Mittel sechs Tage an, andere Symptome nehmen früher ab. Häufig verläuft die Infektion asymptomatisch oder nur mit milden Symptomen. Bislang sind nur vereinzelte Todesfälle dokumentiert, die überwiegend mit Vorerkrankungen vergesellschaftet waren.
 Das sehr seltene und als Komplikation von diversen Virusinfektionen bekannte, mit Lähmungen einhergehende Guillain-Barré-Syndrom ist bei ZIKV-Infektionen ebenfalls beschrieben worden. Bislang existiert weder eine zugelassene Impfung noch eine medikamentöse Prophylaxe. Es gibt es vermehrt Berichte aus verschiedenen Ländern, dass ZIKV-Infektionen während der Schwangerschaft mit Fällen einer sog. Mikrozephalie (relativ kleiner Kopfumfang bei Neugeboren häufig einhergehend mit geistiger Behinderung) vergesellschaftet sind.

Das Bernhard-Nocht-Institut empfiehlt (in Übereinstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit und mit dem Auswärtigen Amt) daher folgendes:

Für Schwangere oder Frauen die schwanger werden wollen: Von vermeidbaren Reisen in Zikavirus-Ausbruchsgebiete mit hohem Risiko ist abzuraten. Bei unvermeidbaren Reisen muss auf einen konsequenten ganztägigen Mückenschutz geachtet werden.

Für nicht schwangere Frauen gilt: Nach Verlassen des Landes sollte für 8 Wochen eine Kontrazeption erfolgen.

Für Männer gilt: Da eine sexuelle Übertragbarkeit der ZIKV-Infektion möglich ist, wird nach einer Exposition in den ZIKV-Ausbruchsgebieten bei Sexualverkehr mit Schwangeren Kondomgebrauch für die Dauer der Schwangerschaft empfohlen. Alle Männer sollten unabhängig davon, ob auf der Reise oder kurz danach Symptome einer möglichen ZIKV-Infektion (z.B. Fieber, Hautauschlag, Gelenkschmerzen) aufgetreten sind, nach Rückkehr aus den ZIKV-Ausbruchgebieten ihre Sexualpartner für die Dauer von mindestens 6 Monaten durch Kondomgebrauch schützen (die Viren können über Monate im Sperma nachweisbar sein). Das konkrete Reiseprofil (z.B. Geschäftsreisende, die sich nur kurz im Land und nur in klimatisierten Büros aufhalten) kann die Notwendigkeit der Umsetzung dieser Empfehlung relativieren.

 

 

 

 

 

 

Allgemeine Hinweise

Medizinische Versorgung: Es ist mit Einschränkungen bei der ärztlichen und medikamentösen Versorgung zu rechnen. Deshalb ist auf die Bestückung der Reiseapotheke und auf eine Auslandskrankenversicherung mit eventueller Rückholung in das Heimatland besonderer Wert zu legen.

Hinweise zur Sicherheit im Reiseland finden sich auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes www.auswaertiges-amt.de.

Ansprechpartner

Botschaft von Jamaika
Schmargendorfer Str. 32, 12159 Berlin
Tel.: +49 (0)30 85 99 45 11
Fax: +49 (0)30 85 99 45 40
E-Mail: info(at)jamador.de
Web: www.jamador.de

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
10 Waterloo Road, Kingston 10
Tel.: 001876 - 926 67 28 / 926 67 29
Fax: 001876 - 620 54 57
E-Mail: info(at)kingston.diplo.de
Web: www.kingston.diplo.de

Alle hier gemachten Angaben erfolgen ohne Gewähr
und ersetzen nicht eine reisemedizinische Beratung.