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Reisen & Impfung - Madagaskar

Thema: Reisen & Impfung

Madagaskar

Tropisches Klima mit viel Regen. Trockenzeit im Westen und in höheren lagen von April bis Oktober. Mittlere Temperaturen in der Hauptstadt Antananarivo zwischen 13° C im Juli und 20° C im Februar.

Impfvorschriften bei der Einreise

Bei unmittelbarer Einreise aus Europa bestehen keine Impfvorschriften. Bei einem Aufenthalt in einem der unten aufgeführten Länder (Gelbfieber-Endemiegebiete) während der letzten 6 Tage vor der Einreise nach Madagaskar kann bei der Einreise eine gültige Gelbfieber-Impfbescheinigung verlangt werden.

Eine Bescheinigung (Impfpass), auf der eine gültige Gelbfieber-Impfung nachgewiesen wird, ist erforderlich bei der Einreise aus den folgenden Ländern:

Angola - Äquatorialguinea - Argentinien - Äthiopien - Benin - Bolivien - Brasilien - Burkina Faso - Burundi - Ecuador - Elfenbeinküste - Französisch Guayana - Gabun - Gambia - Ghana - Guinea - Guinea-Bissau - Guyana - Kamerun - Kenia - Kolumbien - Kongo, Rep. - Kongo, Dem. Rep. - Liberia - Mali - Mauretanien - Niger - Nigeria - Panama - Paraguay - Peru - Ruanda - Senegal - Sierra Leone - Sudan - Suriname - Togo - Trinidad & Tobago - Tschad - Uganda - Venezuela - Zentralafrikanische Republik

Empfohlener Impfschutz

Standardimpfungen entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO). Dazu zählen die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, außerdem ggf. Impfungen gegen Hepatitis A, saisonale Influenza.

Abhängig von Dauer und Art der Reise sowie besonderen Bedingungen während des Aufenthalts (enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung, Übernachtungsmodalitäten, Berufs- und Freizeitaktivitäten etc.) kommen möglicherweise weitere Impfungen in Frage. Hier sind das aktuelle Infektionsrisiko in Madagaskar, der Gesundheitszustand und besondere Vorerkrankungen des Reisenden sowie sein derzeitig bestehender Impfschutz von Bedeutung. Es ist zu empfehlen, individuell den Rat eines reisemedizinisch ausgewiesenen Arztes oder eines Tropeninstituts einzuholen. Eine reisemedizinische Beratung sollte spätestens vier Wochen vor der geplanten Reise erfolgen, damit sinnvolle/erforderliche Impfungen rechtzeitig durchgeführt werden können. Die Kostenübernahme ist individuell mit der jeweiligen Krankenkasse zu klären. Für Madagaskar sind die folgenden Impfungen zu erwägen:

  • Cholera
  • Poliomyelitis
  • Meningitis (5 Serotypen)
  • Typhus
  • Herpes zoster (> 50 Jahre)
  • Hepatitis B bei längeren Aufenthalten oder engem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung
  • Tollwut bei Umgang mit Tieren

Eine Auflistung reisemedizinisch qualifizierter Ärzte finden Sie unter http://www.dtg.org/

Malaria

In Küstenregionen und im Regenwald ganzjährig hohes Risiko; mittleres Risiko im Inneren des Landes, abnehmend in höher gelegenen Gebieten; geringes Risiko in der Hauptstadt sowie in höheren und in südlichen Gebieten.

 

Eine Chemoprophylaxe (regelmäßige Einnahme von Anti-Malaria-Medikamenten) wird dringend empfohlen.

Durch den konsequenten Gebrauch von insektenabwehrenden Substanzen (Repellentien) besonders abends und nachts wird das Risiko der Übertragung einer Malaria deutlich gesenkt.

Weitere sinnvolle Maßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen sind:

  • Abends und nachts Aufenthalt in mückengeschützten Räumen (Räume mit Klimaanlage, Mückengitter an Fenstern und Türen)
  • körperbedeckende Kleidung bei Aufenthalt im Freien, besonders abends und nachts.
  • Insektenbekämpfung im Wohn-/Schlafbereich durch Aerosole, Rauchspiralen u.ä.
  • Schlafen unter einem möglichst imprägnierten Moskitonetz

Die Mitnahme von Malariamedikamenten für eine Notfallbehandlung („Stand-by Therapie“; verschreibungspflichtig) kann evtl. sinnvoll sein. Dies und die Anwendungsmodalitäten sollten jedoch unbedingt vorher mit einem reise- bzw. tropenmedizinisch ausgewiesenen Arzt besprochen werden.

Ratschläge zur Reiseapotheke

Statten Sie ihre Reiseapotheke so aus, dass kleinere Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen selbst behandelt werden können. Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen müssen, sollten Sie in ausreichender Menge in Ihrem Handgepäck mitführen. Eine Bestätigung (am besten in Englischer Sprache) der Notwendigkeit der Einnahme dieser Medikamente kann notwendig sein. Die Zusammensetzung Ihrer Reiseapotheke sollte mit einem Arzt besprochen werden. Es empfehlen sich auf jeden Fall Mittel gegen Insektenstiche, Fieber und Schmerzen, Durchfall, Desinfektionsmittel, Pflaster und Verbandsmaterial, Sonnenschutzmittel. Weitere Medikamente (Antibiotikum, Malariamedikamente) können sinnvoll sein.

Aktuelle Meldungen

In Madagaskar kommt es immer wieder zu kleinen Pest-Ausbrüchen. So wurden z.B. zuletzt im Dezember 2016 Westfale vermutet im Befotaka Distrikt. Für Reisende besteht in der Regel kein Risiko.

Madagaskar wird weiterhin hinsichtlich der Kinderlähmung (Polio) als gefährdet angesehen und es sollte daher ein entsprechender Impfschutz vorhanden sein.

Allgemeine Hinweise

Medizinische Versorgung: Es ist mit Einschränkungen bei der ärztlichen und medikamentösen Versorgung zu rechnen. Deshalb ist auf die Bestückung der Reiseapotheke und auf eine Auslandskrankenversicherung mit eventueller Rückholung in das Heimatland besonderer Wert zu legen.

Hinweise zur Sicherheit im Reiseland finden sich auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes www.auswaertiges-amt.de.

Ansprechpartner

Botschaft von Madagaskar
Seepromenade 92, 14612 Falkensee (Brandenburg)
Tel.: +49 03322 - 23 14 0
Fax: +49 03322 - 23 14 29
E-Mail: info(at)botschaft-madagaskar.de
Web: www.botschaft-madagaskar.de

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
101, Rue de Pasteur, Rabeony Hans (Ambodirotra), Antananarivo
Tel.: 00261 20 - 222 38 02 / 222 38 03 / 222 16 91
Fax: 00261 20 - 222 66 27
E-Mail: info(at)antananarivo.diplo.de
Web: www.antananarivo.diplo.de