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Reisen & Impfung - Mali

Thema: Reisen & Impfung

Mali

Wüstenklima im Norden von Mali, im Süden tropisches Klima; Regen von Juni bis September. Mittlere Temperaturen 23° C (Mopti im Januar), 33° C im Mai.

Impfvorschriften bei der Einreise

Die Gelbfieberimpfung ist für Reisende vorgeschrieben; ausgenommen sind Kinder unter 1 Jahr.

Empfohlener Impfschutz

Standardimpfungen entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO). Dazu zählen die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, außerdem ggf. Impfungen gegen Hepatitis A, Poliomyelitis (Kinderlähmung), Grippe, Meningitis (4 Serotypen), Gelbfieber.

Abhängig von Dauer und Art der Reise sowie besonderen Bedingungen während des Aufenthalts (enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung, Übernachtungsmodalitäten, Berufs- und Freizeitaktivitäten etc.) kommen möglicherweise weitere Impfungen in Frage. Hier sind das aktuelle Infektionsrisiko in Mali, der Gesundheitszustand und besondere Vorerkrankungen des Reisenden sowie sein derzeitig bestehender Impfschutz von Bedeutung. Es ist zu empfehlen, individuell den Rat eines reisemedizinisch ausgewiesenen Arztes oder eines Tropeninstituts einzuholen. Eine reisemedizinische Beratung sollte spätestens vier Wochen vor der geplanten Reise erfolgen, damit sinnvolle/erforderliche Impfungen rechtzeitig durchgeführt werden können. Die Kostenübernahme ist individuell mit der jeweiligen Krankenkasse zu klären. Für Mali sind die folgenden Impfungen zu erwägen:

  • Typhus
  • Meningitis Serotyp B
  • herpes zoster (> 50 Jahre)
  • Hepatitis B bei längeren Aufenthalten oder engem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung
  • Tollwut bei Umgang mit Tieren

Eine Auflistung reisemedizinisch qualifizierter Ärzte finden Sie unter http://www.dtg.org/

Malaria

Ganzjährig hohes Risiko im Weste und Süden von Mali; geringes Risiko im Norden und Westen in den trockenen Regionen.

 

Medikamentöse Prophylaxe (Einnahme von Anti-Malaria-Medikamenten) dringend empfohlen.

Durch den konsequenten Gebrauch von insektenabwehrenden Substanzen (Repellentien) besonders abends und nachts wird das Risiko der Übertragung einer Malaria deutlich gesenkt.

Weitere sinnvolle Maßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen sind:

  • Abends und nachts Aufenthalt in mückengeschützten Räumen (Räume mit Klimaanlage, Mückengitter an Fenstern und Türen)
  • körperbedeckende Kleidung bei Aufenthalt im Freien, besonders abends und nachts.
  • Insektenbekämpfung im Wohn-/Schlafbereich durch Aerosole, Rauchspiralen u.ä.
  • Schlafen unter einem möglichst imprägnierten Moskitonetz

Die Mitnahme von Malariamedikamenten für eine Notfallbehandlung („Stand-by Therapie“; verschreibungspflichtig) kann evtl. sinnvoll sein. Dies und die Anwendungsmodalitäten sollten jedoch unbedingt vorher mit einem reise- bzw. tropenmedizinisch ausgewiesenen Arzt besprochen werden.

Ratschläge zur Reiseapotheke

Statten Sie ihre Reiseapotheke so aus, dass kleinere Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen selbst behandelt werden können. Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen müssen, sollten Sie in ausreichender Menge in Ihrem Handgepäck mitführen. Eine Bestätigung (am besten in Englischer Sprache) der Notwendigkeit der Einnahme dieser Medikamente kann notwendig sein. Die Zusammensetzung Ihrer Reiseapotheke sollte mit einem Arzt besprochen werden. Es empfehlen sich auf jeden Fall Mittel gegen Insektenstiche, Fieber und Schmerzen, Durchfall, Desinfektionsmittel, Pflaster und Verbandsmaterial, Sonnenschutzmittel. Weitere Medikamente (Antibiotikum, Malariamedikamente) können sinnvoll sein.

Aktuelle Meldungen

Häufige Darminfektionen. Cholera kommt immer wieder vor. Seit 2012 keine neuen Fälle von Poliomyelitis.

Allgemeine Hinweise

Medizinische Versorgung: Es ist mit Einschränkungen bei der ärztlichen und medikamentösen Versorgung zu rechnen. Deshalb ist auf die Bestückung der Reiseapotheke und auf eine Auslandskrankenversicherung mit eventueller Rückholung in das Heimatland besonderer Wert zu legen.

Hinweise zur Sicherheit im Reiseland finden sich auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes www.auswaertiges-amt.de.

Ansprechpartner

Botschaft von Mali
Kurfürstendamm 72, 10709 Berlin
Tel.: +49 (0)30 31 99 88 3
Fax: +49 (0)30 31 99 88 48
E-Mail: ambmali(at)01019freenet.de
Web: www.ambassade-repmali-berlin.de

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Badalabougou Est, rue 14, porte 334, Bamako
Tel.: (00223) 20 70 07 70
Fax: (00223) 20 22 96 50
E-Mail: info(at)bamako.diplo.de
Web: www.bamako.diplo.de

Alle hier gemachten Angaben erfolgen ohne Gewähr
und ersetzen nicht eine reisemedizinische Beratung.