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Reisen & Impfung - Namibia
Der Kunene-Fluss © R. Garve

Thema: Reisen & Impfung

Namibia

Reisen & Impfung -
Namibia

Subtropisches sehr trockenes Klima; Regen von November bis April, wenig Regen in Küstenregionen. Mittlere Temperaturen (Windhoek): Juli 13° C, Januar ca. 23° C.

Impfvorschriften bei der Einreise

Bei unmittelbarer Einreise aus Europa bestehen keine Impfvorschriften. Bei einem Aufenthalt in einem der unten aufgeführten Länder (Gelbfieber-Endemiegebiete) während der letzten 6 Tage vor der Einreise nach Namibia kann bei der Einreise eine gültige Gelbfieber-Impfbescheinigung verlangt werden (nicht erforderlich für Kinder unter 1 Jahr).

Eine Bescheinigung (Impfpass), auf der eine gültige Gelbfieber-Impfung nachgewiesen wird, ist erforderlich bei der Einreise aus den folgenden Ländern:

Angola - Äquatorialguinea - Argentinien - Äthiopien - Benin - Bolivien - Brasilien - Burkina Faso - Burundi - Ecuador - Elfenbeinküste - Französisch Guayana - Gabun - Gambia - Ghana - Guinea - Guinea-Bissau - Guyana - Kamerun - Kenia - Kolumbien - Kongo, Rep. - Kongo, Dem. Rep. - Liberia - Mali - Mauretanien - Niger - Nigeria - Panama - Paraguay - Peru - Ruanda - Senegal - Sierra Leone - Sudan - Suriname - Togo - Trinidad & Tobago - Tschad - Uganda - Venezuela - Zentralafrikanische Republik

Empfohlener Impfschutz

Standardimpfungen entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO). Dazu zählen die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, außerdem ggf. Impfungen gegen Hepatitis A und saisonale Grippe.

Abhängig von Dauer und Art der Reise sowie besonderen Bedingungen während des Aufenthalts (enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung, Übernachtungsmodalitäten, Berufs- und Freizeitaktivitäten etc.) kommen möglicherweise weitere Impfungen in Frage. Hier sind das aktuelle Infektionsrisiko in Namibia, der Gesundheitszustand und besondere Vorerkrankungen des Reisenden sowie sein derzeitig bestehender Impfschutz von Bedeutung. Es ist zu empfehlen, individuell den Rat eines reisemedizinisch ausgewiesenen Arztes oder eines Tropeninstituts einzuholen. Eine reisemedizinische Beratung sollte spätestens vier Wochen vor der geplanten Reise erfolgen, damit sinnvolle/erforderliche Impfungen rechtzeitig durchgeführt werden können. Die Kostenübernahme ist individuell mit der jeweiligen Krankenkasse zu klären. Für Namibia sind die folgenden Impfungen zu erwägen:

  • Cholera
  • Typhus
  • Poliomyelitis
  • Meningitis (5 Serotypen)
  • Herpes zoster (> 50 Jahre)
  • Hepatitis B bei längeren Aufenthalten oder engem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung
  • Tollwut bei Umgang mit Tieren

Eine Auflistung reisemedizinisch qualifizierter Ärzte finden Sie unter http://www.dtg.org/

Malaria

Während des ganzen Jahres besteht ein hohes Malariarisiko in den Regionen des Kunene und Okawango und im äußersten Norden; von November bis Juni im gesamten Norden und Nordosten von Namibia. Ein mittleres Risiko besteht in der Etoscha-Pfanne und in Oshana, Omusati, Otjozondjupa, Oshikoto; das Risiko ist während der Regenzeit höher. Weiter südlich und im Westen ist das Risiko gering. Die übrigen Gebiete von Namibia gelten als frei von Malaria.

Die Einnahme einer medikamentösen Prophylaxe (Anti-Malaria-Medikamente) ist empfohlen.

Durch den konsequenten Gebrauch von insektenabwehrenden Substanzen (Repellentien) besonders abends und nachts wird das Risiko der Übertragung einer Malaria deutlich gesenkt.

Weitere sinnvolle Maßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen sind:

  • Abends und nachts Aufenthalt in mückengeschützten Räumen (Räume mit Klimaanlage, Mückengitter an Fenstern und Türen)
  • körperbedeckende Kleidung bei Aufenthalt im Freien, besonders abends und nachts.
  • Insektenbekämpfung im Wohn-/Schlafbereich durch Aerosole, Rauchspiralen u.ä.
  • Schlafen unter einem möglichst imprägnierten Moskitonetz

Die Mitnahme von Malariamedikamenten für eine Notfallbehandlung („Stand-by Therapie“; verschreibungspflichtig) kann sinnvoll sein. Dies und die Anwendungsmodalitäten sollten jedoch unbedingt vorher mit einem reise- bzw. tropenmedizinisch ausgewiesenen Arzt besprochen werden.

Ratschläge zur Reiseapotheke

Statten Sie ihre Reiseapotheke so aus, dass kleinere Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen selbst behandelt werden können. Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen müssen, sollten Sie in ausreichender Menge in Ihrem Handgepäck mitführen. Eine Bestätigung (am besten in Englischer Sprache) der Notwendigkeit der Einnahme dieser Medikamente kann notwendig sein. Die Zusammensetzung Ihrer Reiseapotheke sollte mit einem Arzt besprochen werden. Es empfehlen sich auf jeden Fall Mittel gegen Insektenstiche, Fieber und Schmerzen, Durchfall, Desinfektionsmittel, Pflaster und Verbandsmaterial, Sonnenschutzmittel. Weitere Medikamente (Antibiotikum, Malariamedikamente) können sinnvoll sein

Aktuelle Meldungen

Darminfektionen sind häufig; Choleraausbrüche kommen vor. Seit 2007 keine Poliomyelitisfälle gemeldet.

Allgemeine Hinweise

Medizinische Versorgung: Es ist mit Einschränkungen bei der ärztlichen und medikamentösen Versorgung zu rechnen. Deshalb ist auf die Bestückung der Reiseapotheke und auf eine Auslandskrankenversicherung mit eventueller Rückholung in das Heimatland besonderer Wert zu legen.

Hinweise zur Sicherheit im Reiseland finden sich auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes www.auswaertiges-amt.de.

Ansprechpartner

Botschaft von Namibia
Reichsstraße 17, 14052 Berlin
Tel.: +49 (0)30 254 095 0
Fax: +49 (0)30 254 095 55
E-Mail: namibiaberlin(at)aol.com
Web: www.namibia-botschaft.de

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Windhuk Sanlam Centre, 6th Floor, Independence Ave. 145, Windhoek
Tel.: +264 61 27 31 00, +264 61 27 31 33
Fax: +264 61 22 29 81
E-Mail: info(at)windhuk.diplo.de
Web: www.windhu