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Reisen & Impfung - Amerikanisch Samoa

Thema: Reisen & Impfung

Amerikanisch Samoa

Tropisches Klima; Regen von November bis April. Temperaturen immer ca. 26° C.

Impfvorschriften bei der Einreise

Bei Einreise keine Impfvorschriften.

Empfohlener Impfschutz

Standardimpfungen entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO). Dazu zählen die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, außerdem ggf. Impfungen gegen Hepatitis A, saisonale Grippe. (Kinderlähmung), Typhus.

Abhängig von Dauer und Art der Reise sowie besonderen Bedingungen während des Aufenthalts (enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung, Übernachtungsmodalitäten, Berufs- und Freizeitaktivitäten etc.) kommen möglicherweise weitere Impfungen in Frage. Hier sind das aktuelle Infektionsrisiko in Amerikanisch Samoa, der Gesundheitszustand und besondere Vorerkrankungen des Reisenden sowie sein derzeitig bestehender Impfschutz von Bedeutung. Es ist zu empfehlen, individuell den Rat eines reisemedizinisch ausgewiesenen Arztes oder eines Tropeninstituts einzuholen. Eine reisemedizinische Beratung sollte spätestens vier Wochen vor der geplanten Reise erfolgen, damit sinnvolle/erforderliche Impfungen rechtzeitig durchgeführt werden können. Die Kostenübernahme ist individuell mit der jeweiligen Krankenkasse zu klären. Für Amerikanisch Samoa sind die folgenden Impfungen zu erwägen:

  • Typhus
  • Meningitis (5 Serotypen)
  • Herpes zoster (> 50 Jahre)
  • Hepatitis B bei längeren Aufenthalten oder engem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung

Eine Auflistung reisemedizinisch qualifizierter Ärzte finden Sie unter http://www.dtg.org/

Malaria

Keine Malaria.

Ratschläge zur Reiseapotheke

Statten Sie ihre Reiseapotheke so aus, dass kleinere Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen selbst behandelt werden können. Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen müssen, sollten Sie in ausreichender Menge in Ihrem Handgepäck mitführen. Eine Bestätigung (am besten in Englischer Sprache) der Notwendigkeit der Einnahme dieser Medikamente kann notwendig sein. Die Zusammensetzung Ihrer Reiseapotheke sollte mit einem Arzt besprochen werden. Es empfehlen sich auf jeden Fall Mittel gegen Insektenstiche, Fieber und Schmerzen, Durchfall, Desinfektionsmittel, Pflaster und Verbandsmaterial, Sonnenschutzmittel. Weitere Medikamente (Antibiotikum, Malariamedikamente) können sinnvoll sein.

Aktuelle Meldungen

Es sind in der letzten Zeit Fälle von Chikungunya aufgetreten. Das Chikungunya-Virus verursacht eine akute fieberhafte Erkrankung mit ausgeprägter, oft lang anhaltender Gelenkentzündung, es wird von Mücken auf den Menschen übertragen. 

 

Fischvergiftungen sind möglich – diese sind darauf zurückzuführen, dass Raubfische giftige Algen aufgenommen haben (Ciguatera). Lokale Warnungen sollten beachtet werden.

 

Aus dem Land wird berichtet, dass Zikavirus-Infektionen auftreten. Das Zika-Virus (ZIKV) wird durch Steckmücken auf den Menschen übertragen. Die Erkrankung geht mit Fieber, Hautausschlag, Gelenkschmerzen, einer Entzündung der Augenbindehaut sowie seltener Muskel- bzw. Kopfschmerzen und Erbrechen einher. Der Hautausschlag hält im Mittel sechs Tage an, andere Symptome nehmen früher ab. Häufig verläuft die Infektion asymptomatisch oder nur mit milden Symptomen. Bislang sind nur vereinzelte Todesfälle dokumentiert, die überwiegend mit Vorerkrankungen vergesellschaftet waren.
 Das sehr seltene und als Komplikation von diversen Virusinfektionen bekannte, mit Lähmungen einhergehende Guillain-Barré-Syndrom ist bei ZIKV-Infektionen ebenfalls beschrieben worden. Bislang existiert weder eine zugelassene Impfung noch eine medikamentöse Prophylaxe.

 Seit September 2015 gibt es vermehrt Berichte aus Brasilien und anderen Ländern, dass der deutliche Anstieg von Fällen einer sog. Mikrozephalie (relativ kleiner Kopfumfang bei Neugeboren häufig einhergehend mit geistiger Behinderung) und auch andere (neurologische) Störungen in der intrauterinen Kindesentwicklung mit einer ZIKV-Infektion während der Schwangerschaft vergesellschaftet sind. Der Zusammenhang mit der ZIKV-Infektion wird inzwischen als sicher eingestuft.

Damit ergibt sich die Frage, ob Schwangeren oder Frauen die schwanger werden wollen von Reisen in entsprechende Gebiete abgeraten werden sollte. Das Bernhard-Nocht-Institut empfiehlt (in Übereinstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit und mit dem Auswärtigen Amt), Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, von vermeidbaren Reisen in Zikavirus-Ausbruchsgebiete abzuraten.

Bei unvermeidbaren Reisen muss auf einen konsequenten ganztägigen Mückenschutz geachtet werden.

Da eine sexuelle Übertragbarkeit der ZIKV-Infektion möglich ist, wird nach einer Exposition in den ZIKV-Ausbruchsgebieten bei Sexualverkehr mit Schwangeren Kondomgebrauch für die Dauer der Schwangerschaft empfohlen. Alle Reisende sollten unabhängig davon, ob auf der Reise oder kurz danach Symptome einer möglichen ZIKV-Infektion (z.B. Fieber, Hautauschlag, Gelenkschmerzen) aufgetreten sind, nach Rückkehr aus den ZIKV-Ausbruchgebieten ihre Sexualpartner für die Dauer von mindestens 6 Monaten durch Kondomgebrauch schützen. Frauen sollten konsequenterweise in dieser Zeit auf eine Schwangerschaft verzichten. Das konkrete Reiseprofil (z.B. Geschäftsreisende, die sich nur kurz im Land und nur in klimatisierten Büros aufhalten) kann die Notwendigkeit der Umsetzung dieser Empfehlung relativieren.

Allgemeine Hinweise

Medizinische Versorgung: Es ist mit Einschränkungen bei der ärztlichen und medikamentösen Versorgung zu rechnen. Deshalb ist auf die Bestückung der Reiseapotheke und auf eine Auslandskrankenversicherung mit eventueller Rückholung in das Heimatland besonderer Wert zu legen.

Hinweise zur Sicherheit im Reiseland finden sich auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes www.auswaertiges-amt.de.

Ansprechpartner

Für Deutschland zuständige Vertretung:

keine Vertretung

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
90-92 Hobson Street, Thorndon, Wellington
Tel.: 0064 4 - 4 73 60 63
Fax: 0064 4 - 4 73 60 69
E-Mail: info(at)wellington.diplo.de
Web: www.wellington.diplo.de
(Vertretung in: Neuseeland)

Alle hier gemachten Angaben erfolgen ohne Gewähr
und ersetzen nicht eine reisemedizinische Beratung.