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Reisen & Impfung - Südsudan

Thema: Reisen & Impfung

Südsudan

Tropisches Klima; Regenfälle von April bis November; durchschnittliche Temperaturen zwischen 24 und 28° C.

Impfvorschriften bei der Einreise

Bei Einreise bestehen keine Impfvorschriften. Evtl. muss ein Nachweis einer Meningitis-Impfung erbracht werde.

Empfohlener Impfschutz

Standardimpfungen entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO). Dazu zählen die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, außerdem ggf. Impfungen gegen Hepatitis A, Poliomyelitis (Kinderlähmung), saisonale Grippe, Gelbfieber, Meningitis (4 Serotypen).

Abhängig von Dauer und Art der Reise sowie besonderen Bedingungen während des Aufenthalts (enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung, Übernachtungsmodalitäten, Berufs- und Freizeitaktivitäten etc.) kommen möglicherweise weitere Impfungen in Frage. Hier sind das aktuelle Infektionsrisiko in Südsudan, der Gesundheitszustand und besondere Vorerkrankungen des Reisenden sowie sein derzeitig bestehender Impfschutz von Bedeutung. Es ist zu empfehlen, individuell den Rat eines reisemedizinisch ausgewiesenen Arztes oder eines Tropeninstituts einzuholen. Eine reisemedizinische Beratung sollte spätestens vier Wochen vor der geplanten Reise erfolgen, damit sinnvolle/erforderliche Impfungen rechtzeitig durchgeführt werden können. Die Kostenübernahme ist individuell mit der jeweiligen Krankenkasse zu klären. Für Südsudan sind die folgenden Impfungen zu erwägen:

  • Cholera
  • Typhus
  • Meningitis Serotyp B
  • Herpes zoster (> 50 Jahre)
  • Hepatitis B bei längeren Aufenthalten oder engem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung
  • Tollwut bei Umgang mit Tieren

Eine Auflistung reisemedizinisch qualifizierter Ärzte finden Sie unter http://www.dtg.org/

Malaria

Hohes Malariarisiko in ganz Südsudan.

Die Einnahme einer Chemoprophylaxe (regelmäßige Einnahme von Anti-Malaria-Medikamenten) ist dringend zu empfehlen.

Durch den konsequenten Gebrauch von insektenabwehrenden Substanzen (Repellentien) besonders abends und nachts wird das Risiko der Übertragung einer Malaria deutlich gesenkt.

Weitere sinnvolle Maßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen sind:

  • Abends und nachts Aufenthalt in mückengeschützten Räumen (Räume mit Klimaanlage, Mückengitter an Fenstern und Türen)
  • körperbedeckende Kleidung bei Aufenthalt im Freien, besonders abends und nachts.
  • Insektenbekämpfung im Wohn-/Schlafbereich durch Aerosole, Rauchspiralen u.ä.
  • Schlafen unter einem möglichst imprägnierten Moskitonetz

Die Mitnahme von Malariamedikamenten für eine Notfallbehandlung („Stand-by Therapie“; verschreibungspflichtig) kann evtl. sinnvoll sein. Dies und die Anwendungsmodalitäten sollten jedoch unbedingt vorher mit einem reise- bzw. tropenmedizinisch ausgewiesenen Arzt besprochen werden.

Ratschläge zur Reiseapotheke

Statten Sie ihre Reiseapotheke so aus, dass kleinere Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen selbst behandelt werden können. Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen müssen, sollten Sie in ausreichender Menge in Ihrem Handgepäck mitführen. Eine Bestätigung (am besten in Englischer Sprache) der Notwendigkeit der Einnahme dieser Medikamente kann notwendig sein. Die Zusammensetzung Ihrer Reiseapotheke sollte mit einem Arzt besprochen werden. Es empfehlen sich auf jeden Fall Mittel gegen Insektenstiche, Fieber und Schmerzen, Durchfall, Desinfektionsmittel, Pflaster und Verbandsmaterial, Sonnenschutzmittel. Weitere Medikamente (Antibiotikum, Malariamedikamente) können sinnvoll sein.

Aktuelle Meldungen

Darminfektionen, einschließlich Cholera, sowie Hepatitis A und E sind häufig (September 2014: Hepatitis-E Ausbruch). Viele Hunde sind mit Tollwut infiziert. Schlafkrankheit, Rückfallfieber, virale hämorrhagische Fieber und Affenpocken kommen vor. Die Situation zur Poliomyelitis ist nicht genau bekannt; Übertragung vereinzelt erscheint möglich.

Allgemeine Hinweise

Medizinische Versorgung: Es ist mit massiven Einschränkungen bei der ärztlichen und medikamentösen Versorgung zu rechnen. Deshalb ist auf die Bestückung der Reiseapotheke und auf eine Auslandskrankenversicherung mit eventueller Rückholung in das Heimatland besonderer Wert zu legen.

Hinweise zur Sicherheit im Reiseland finden sich auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes www.auswaertiges-amt.de.

Ansprechpartner

Botschaft der Republik Südsudan
Leipziger Platz 8, 10117 Berlin
Tel.: 0049-30 206 445 9-19
Fax: 0049-30 206 445 9-19
E-Mail: info(at)embassy-southsudan.de
Web: www.embassy-southsudan.de

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
53 Baladia Street, Block No. 8 D, Plot No. 2, Khartum
Tel.: (00249 183) 74 50 55, 77 79 90
Fax: (00249 183) 77 76 22
E-Mail: info(at)khartum.diplo.de
Web: www.khartum.diplo.de
(Vertretung in: Sudan)

Alle hier gemachten Angaben erfolgen ohne Gewähr
und ersetzen nicht eine reisemedizinische Beratung.