Amöben

[alle Inhalte aus dem Jahresbericht BNI 2010/2011]
Amöben
Amöben

Dass Amöben krank machen, kann nur ein Unfall der Natur sein. Denn soviel man weiß, können Amöben nur im Stadium der Zysten übertragen werden. Zysten entstehen, wenn sich die krabbelnden und vermehrungsfähigen Amöben (Trophozoiten) im Darm mit einer dicken Chitin-Kapsel umgeben, die sie resistent gegen Trockenheit und Kälte in der Außenwelt macht - und gegen Magensäure, wenn sie denn mit kontaminierten Nahrungsmitteln auf einen anderen Menschen übertragen werden. Amöben, die krank machen, wandern aber aus dem Darminhalt in die Darmschleimhaut ein, oder sie werden mit dem Blut in die Leber oder, in seltenen Fällen, auch in andere Organe geschwemmt. Alles spricht dafür, dass sie keine Zysten mehr bilden können, wenn sie erst einmal den Darminhalt verlassen haben. Und selbst wenn sie Zysten bilden könnten, kämen sie aus den Organen sicher nicht mehr hinaus. Sie sollten also nicht mehr übertragen werden. Eigentlich müssten krank machende Amöben längst ausgestorben sein.

Zahlreiche untypische Proteine auf der Oberfläche von Amöben

Moleküle, die an der Oberfläche von Infektionserregern liegen, sind von besonderem Interesse für den Infektionsprozess, bei Amöben (Entamoeba histolytica) für die Einwanderung aus dem Darminhalt ins Gewebe und die Entwicklung von Darmgeschwüren und Organabszessen.

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Wirkstoff aus Amöben

Amöben (Entamoeba histolytica) tragen auf ihrer Oberfläche eine Substanz, die hoch spezifisch eine bestimmte Form unserer Abwehrreaktion verstärkt. Die Substanz besteht aus einer originellen Kombination verschiedener Zucker, einzelner Eiweißbausteine und Fettsäureketten.

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Testosteron hemmt die Abwehr gegen Amöben

Männer erkranken viermal häufiger an Amöbenleberabszessen als Frauen. Das gilt auch für Mäuse, die wir als Modell für die menschliche Erkrankung nutzen.

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Auch die Abwehrzellen sind schuld

Man ging eigentlich davon aus, dass die bekannten aggressiven Eigenschaften der Amöben
(Entamoeba histolytica) Darmgeschwüre und Organabszesse verursachen.

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Verdauungsenzyme der Amöben machen krank

Amöben (Entamoeba histolytica) besitzen ein Arsenal von Verdauungsenzymen, darunter sogenannte Peptidasen. Dabei handelt es sich um Enzyme, die andere Proteine spalten und so verdauen können.

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Wie Amöben von Abwehrzellen entdeckt und abgetötet werden

Durch Untersuchungen an Mäusen haben wir gefunden, dass Amöben, wenn sie den Darm verlassen und ins Gewebe eindringen, von Abwehrzellen als Fremdkörper erkannt und abgetötet werden können.

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