Iran

Reisen & Impfung - Iran

Thema: Reisen & Impfung

Iran

Steppenklima; relativ feucht in der Region des Kaspischen Meeres, Temperaturen (Teheran) 2° C im Winter, 29 - 31° C im Sommer.

Impfvorschriften bei der Einreise

Bei unmittelbarer Einreise aus Europa bestehen keine Impfvorschriften. Bei einem Aufenthalt in einem der unten aufgeführten Länder (Gelbfieber-Endemiegebiete) während der letzten 6 Tage vor der Einreise nach Iran kann bei der Einreise eine gültige Gelbfieber-Impfbescheinigung verlangt werden.

Eine Bescheinigung (Impfpass), auf der eine gültige Gelbfieber-Impfung nachgewiesen wird, ist erforderlich bei der Einreise aus den folgenden Ländern:

Angola - Äquatorialguinea - Argentinien - Äthiopien - Benin - Bolivien - Brasilien - Burkina Faso - Burundi - Ecuador - Elfenbeinküste - Französisch Guayana - Gabun - Gambia - Ghana - Guinea - Guinea-Bissau - Guyana - Kamerun - Kenia - Kolumbien - Kongo, Rep. - Kongo, Dem. Rep. - Liberia - Mali - Mauretanien - Niger - Nigeria - Panama - Paraguay - Peru - Ruanda - Senegal - Sierra Leone - Sudan - Suriname - Togo - Trinidad & Tobago - Tschad - Uganda - Venezuela - Zentralafrikanische Republik

Empfohlener Impfschutz

Standardimpfungen entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO). Dazu zählen die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, außerdem ggf. Impfungen gegen Hepatitis A und saisonale Influenza.

Abhängig von Dauer und Art der Reise sowie besonderen Bedingungen während des Aufenthalts (enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung, Übernachtungsmodalitäten, Berufs- und Freizeitaktivitäten etc.) kommen möglicherweise weitere Impfungen in Frage. Hier sind das aktuelle Infektionsrisiko in Iran, der Gesundheitszustand und besondere Vorerkrankungen des Reisenden sowie sein derzeitig bestehender Impfschutz von Bedeutung. Es ist zu empfehlen, individuell den Rat eines reisemedizinisch ausgewiesenen Arztes oder eines Tropeninstituts einzuholen. Eine reisemedizinische Beratung sollte spätestens vier Wochen vor der geplanten Reise erfolgen, damit sinnvolle/erforderliche Impfungen rechtzeitig durchgeführt werden können. Die Kostenübernahme ist individuell mit der jeweiligen Krankenkasse zu klären. Für Iran sind die folgenden Impfungen zu erwägen:

  • Cholera
  • Typhus
  • Herpes zoster (> 50 Jahre)
  • Meningitis (5 Serotypen)
  • Hepatitis B bei längeren Aufenthalten oder engem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung
  • Tollwut bei Umgang mit Tieren

Eine Auflistung reisemedizinisch qualifizierter Ärzte finden Sie unter http://www.dtg.org/

Malaria

Von März bis November besteht ein mittleres bis geringes Risiko, auch von P. falciparum-Infektionen, im Südosten (Hormozgan, Baluchestan, Kerman); fokales Risiko während der Sommermonate im Nordiran in den Grenzregionen zu Armenien und Aserbaidschan. Städte sind frei von Malaria.

Die Mitnahme von Malariamedikamenten für eine Notfallbehandlung („Stand-by Therapie“; verschreibungspflichtig) ist zu empfehlen. Dies und die Anwendungsmodalitäten sollten jedoch unbedingt vorher mit einem reise- bzw. tropenmedizinisch ausgewiesenen Arzt besprochen werden.

Durch den konsequenten Gebrauch von insektenabwehrenden Substanzen (Repellentien) besonders abends und nachts wird das Risiko der Übertragung einer Malaria deutlich gesenkt.

Weitere sinnvolle Maßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen sind:

  • Abends und nachts Aufenthalt in mückengeschützten Räumen (Räume mit Klimaanlage, Mückengitter an Fenstern und Türen)
  • körperbedeckende Kleidung bei Aufenthalt im Freien, besonders abends und nachts.
  • Insektenbekämpfung im Wohn-/Schlafbereich durch Aerosole, Rauchspiralen u.ä.
  • Schlafen unter einem möglichst imprägnierten Moskitonetz

 

 

Ratschläge zur Reiseapotheke

Statten Sie ihre Reiseapotheke so aus, dass kleinere Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen selbst behandelt werden können. Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen müssen, sollten Sie in ausreichender Menge in Ihrem Handgepäck mitführen. Eine Bestätigung (am besten in Englischer Sprache) der Notwendigkeit der Einnahme dieser Medikamente kann notwendig sein. Die Zusammensetzung Ihrer Reiseapotheke sollte mit einem Arzt besprochen werden. Es empfehlen sich auf jeden Fall Mittel gegen Insektenstiche, Fieber und Schmerzen, Durchfall, Desinfektionsmittel, Pflaster und Verbandsmaterial, Sonnenschutzmittel. Weitere Medikamente (Antibiotikum, Malariamedikamente) können sinnvoll sein.

Aktuelle Meldungen

Im Iran besteht ein – wenn auch sicherlich geringes – Risiko für eine Infektion mit dem MERS-Virus (middle east respiratory virus). Es handelt sich um eine Virusinfektion, die durch direkten Kontakt mit Kamelen oder Produkten von Kamelen übertragen wird. In Einzelfällen ist auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich. Symptome der Erkrankung sind Fieber und Husten, die zu schweren und lebensbedrohlichen Lungenentzündungen fortschreiben können. Ein besonderes Risiko besteht für Reisende mit chronischen Krankheiten. Eine Impfung steht gegenwärtig nicht zur Verfügung.

Folgende Maßnahmen sind zu empfehlen: regelmäßige Hygienemaßnahmen incl. Händedesinfektion, insbesondere nach Besuch von Farmen und Märkten; Vermeidung eines direkten Kontakts mit Kamelen und Produkten von Kamelen; kein Trinken von Kamelmilch. 

Allgemeine Hinweise

Medizinische Versorgung: Es ist evtl. mit Einschränkungen bei der ärztlichen und medikamentösen Versorgung zu rechnen. Deshalb ist auf die Bestückung der Reiseapotheke und auf eine Auslandskrankenversicherung mit eventueller Rückholung in das Heimatland besonderer Wert zu legen.

Hinweise zur Sicherheit im Reiseland finden sich auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes www.auswaertiges-amt.de.

Ansprechpartner

Botschaft des Iran
Podbielskiallee 65-67, 14195 Berlin
Tel.: +49 (0)30 84 35 32 05
Fax: +49 (0)30 84 35 35 34
E-Mail: info(at)iranbotschaft.de
Web: www.iranbotschaft.de

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Ferdowsi Ave., No 320-324, Teheran
Tel.: 0098 21 - 39 99 00 00
Fax: 0098 21 - 39 99 18 90
E-Mail: info(at)teheran.diplo.de
Web: www.teheran.diplo.de

Alle hier gemachten Angaben erfolgen ohne Gewähr
und ersetzen nicht eine reisemedizinische Beratung.