Tuberkulose

[alle Inhalte aus dem Jahresbericht BNI 2010/2011]
Tuberkulose
Tuberkulose

Da Medikamentenresistenzen die Tuberkulose (TB) immer bedrohlicher machen, wird dringend ein wirksamer Impfstoff benötigt. Die meisten Menschen verfügen von Natur aus über effiziente Abwehrreaktionen gegen TB-Bakterien und sind vor der Erkrankung geschützt. Zahlreiche Befunde haben gezeigt, dass eine bestimmte Art von Abwehrzellen, T-Lymphozyten, dabei eine wesentliche Rolle spielen. Auf ihnen beruht auch überwiegend die Entwicklung von Impfstoffen. Die Abwehrzellen lernen, bestimmte Strukturmotive der TB-Bakterien zu erkennen. Überraschend fand man nun, dass diese Strukturmotive bei TB-Bakterien aus aller Welt auffallend ähnlich sind. Demzufolge scheint die Erkennung durch T-Lymphozyten für das Überleben der TB-Bakterien nicht bedrohlich zu sein, denn offenbar findet kein Selektionsdruck auf die Bakterien statt, die entscheidenden Strukturmotive zu verändern. Damit stellt sich erneut die Frage, wie man einen Impfstoff konstruiert, der es allen Menschen ermöglicht, TB-Bakterien abzutöten – ein beispielhafter Bedarf an krankheitsorientierter Grundlagenforschung.

Defektes Serumprotein schützt vor afrikanischer Tuberkulose

Das Mannose-bindende Protein (MBP) gehört zu den Serumproteinen, die Abwehrzellen helfen, Infektionserreger zu erkennen.

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Lymphozyten bei Tuberkulose geschwächt

Immer noch ist unklar, warum nur eine von zehn infizierten Personen an Tuberkulose erkrankt, die anderen aber die Infektion verhindern oder unter Kontrolle behalten.

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