Informationen zum Coronavirus

Infektionsgeschehen: Das neue Coronavirus SARS-CoV-2 wurde am 07.01.2020 identifiziert. Im Folgenden haben wir ein paar Informationen für Sie zusammengestellt und thematisch untergliedert.

Gemeinsame Deklaration zum Austausch von Forschungsdaten und -ergebnissen, die für den Ausbruch des neuartigen Coronavirus (nCoV) relevant sind (englisch).

Informationen für Reisende

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland wird derzeit gewarnt. Sie müssen mit weiter zunehmenden drastischen Einschränkungen im Reiseverkehr, mit Quarantäne­maßnahmen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens rechnen. (Quelle: Auswärtiges Amt; 23.03.)

Sie können sich auf den folgenden Websites zu aktuellen Reiseempfehlungen informieren:

Informationen für Bürgerinnen und Bürger

Hamburg

  • Hotlines: Aufgrund der veränderten Situation wurde eine Hotline für Hamburg eingerichtet, diese ist unter der Nummer 428 284 000 zu erreichen. Unter 116117 ist der Arztruf der kassenärztlichen Vereinigung zu erreichen. Er berät bei einem konkreten Infektionsverdacht telefonisch und vermittelt ggf. in die Versorgung. In Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburgs wird versucht, die Kapazitäten zu erweitern.

  • Was tun, wenn ich denke, dass ich infiziert bin? Das wichtigste ist, keine Arztpraxis oder Notaufnahme aufsuchen, dadurch könnten im Zweifel andere Patientinnen und Patienten angesteckt werden. Hamburgerinnen und Hamburger mit einschlägigen Symptomen, die in jüngster Zeit in betroffene Gebiete gereist sind oder die Kontakt zu Personen hatten, die infiziert sein können, können sich telefonisch in ihrer Arztpraxis oder unter den oben angegebenen Nummern Rat holen. Die kassenärztliche Vereinigung Hamburgs bereitet gerade vor, dass nach Rücksprache mit der 116117 eine Testung zu Hause erfolgen kann, um weitere Kontakte mit anderen Menschen zu vermeiden.

  • Hygieneregeln: Die Behörde rät dazu, regelmäßig sorgfältig Hände zu waschen, auf eine korrekte Hust- und Nießetikette (ins Taschentuch oder in die Armbeuge husten/niesen) zu achten und genügend Abstand zu Erkrankten und anderen Personen zu halten. Weitere Informationen und Hygienetipps sind auf der Seite infektionsschutz.de der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung.

Bundesweit

Informationen für Ärzte und medizinisches Personal

Diagnostik

  • Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin nimmt Verdachtsproben für die Diagnostik an.

Umgang mit Patientinnen und Patienten

Empfehlungen der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg

  • Verfahrensablauf (Stand 10.03.2020)

Oberstes Ziel muss es sein, dass sich alle Patienten, die den Verdacht haben, an COVID-19 erkrankt zu sein, zunächst telefonisch bei ihrem Arzt oder dem Arztruf Hamburg (116117) melden. Befragen Sie dann Ihre Patienten, die über eine Erkrankung der Atemwege klagen, ob sie in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet waren oder Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall hatten

  • Verdachtsabklärung (Stand 23.03.2020)

Bei Patienten, die über eine Erkrankung der Atemwege klagen und in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet waren oder Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall hatten, handelt es sich laut  Falldefinition des RKI um einen begründeten Verdachtsfall. Sofern ein ambulantes Management möglich ist, ist der Patient in die häusliche Quarantäne zu entlassen und eine Probenentnahme durchzuführen oder zu veranlassen. Bei Krankenhauspflichtigkeit ist der Patient unverzüglich dem Rettungsdienst (112) zur stationären Aufnahme zuzuführen (Vorankündigung „Coronaverdacht“). Asymptomatische Patienten, die Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall hatten, werden nicht beprobt, sind aber dem zuständigen Gesundheitsamt zu melden (wegen evtl. Anordnung von Quarantäne).

Bei Patienten mit Atemwegssymptomatik, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einer Region mit COVID-19-Fällen aufgehalten haben oder Kontakt zu unbestätigten Fällen hatten, handelt es sich um einen Fall unter differenzialdiagnostischer Abklärung. Risikogebiete und die RKI-Falldefinition und Orientierungshilfe finden Sie am Ende dieser Seite.

Derzeit häufen sich Anforderungen von Arbeitgebern, die einem aus dem Urlaub / von einer Dienstreise zurückkehrenden Mitarbeiter nicht erlauben an den Arbeitsplatz zurückzukehren, ohne ein negatives Testergebnis vorzulegen. Sofern die Fallkriterien des RKI nicht erfüllt sind, handelt es sich nicht um GKV-Leistungen. Diese Leistungen können nur privat erbracht werden oder aber als betriebsärztliche Leistungen durch den jeweiligen Betriebsärztlichen Dienst.

Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollten unabhängig von Symptomen zu einer freiwilligen Isolation von 14 Tagen nach Rückkehr bewogen werden. Kinder dürfen in dieser Zeit weder die Schule noch die Kindertagesstätte besuchen.

  • Probenentnahme (Stand 04.03.2020)

Auf Youtube finden Sie ein Video zur Probenahme bei Coronavirus-Verdacht von der AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH) mittels Nasopharyngeal-/Rachenabstrich. Sobald weiteres auf Hamburger Verhältnisse angepasstes Schulungsmaterial zur Verfügung steht, werden wir dies an dieser Stelle einstellen.

  • Meldung an das Gesundheitsamt (Stand 18.03.2020)

Melden Sie nur begründete Verdachtsfälle an das zuständige Gesundheitsamt. Bei Fällen unter differenzialdiagnostischer Abklärung ist eine Meldung an das Gesundheitsamt nicht erforderlich. Im Falle eines positiven Laborergebnisses erfolgt die Meldung über das Labor an das Gesundheitsamt. 

Alle Laborbefunde werden an das Gesundheitsamt weitergeleitet. Im Falle eines positiven Befundes leitet das Labor spätestens eine halbe Stunde nach Vorlage des Testergebnisses die Information an das zuständige Gesundheitsamt weiter, das wiederum den Patienten informiert. 

Negative Befunde leitet das Labor an eine zentrale Stelle, die diese Befunde auf die für den Wohnort zuständigen Gesundheitsämter verteilt. Die Gesundheitsämter erteilen seit dem 13.03.2020 den Patienten nicht mehr telefonisch Auskunft über das negative Testergebnis. Der Patient muss sich per E-Mail an das für ihn zuständige Gesundheitsamt wenden und erhält dann nach derzeitigen Schätzungen im Zeitraum von 5 bis 6 Tagen die entsprechende Rückmeldung per E-Mail. Alternativ kann sich der Patient auch schriftlich oder per Fax an das für ihn zuständige Gesundheitsamt wenden. Über https://tools.rki.de/PLZTool/ ist das zuständige Gesundheitsamt zu finden.

Empfehlungen des RKI

Diagnostik des Coronavirus (SARS-CoV-2) am BNITM

Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) bietet die aktuelle PCR-Diagnostik auf das SARS-Coronavirus-2 (SARS-CoV-2) an.

Untersuchungen werden nur auf Veranlassung eines Arztes durchgeführt. Patienten müssen die Falldefinition des Robert Koch-Instituts (RKI) erfüllen.

Proben müssen durch den behandelnden Arzt abgenommen werden. Sie können dem BNITM zugeschickt oder an der Rezeption des BNITM abgegeben werden. Eine Probenentnahme im BNITM ist nicht möglich.

Benötigt wird respiratorisches Material, vorzugsweise aus den tiefen Atemwegen (bronchoalveoläre Lavage, Trachealsekret, Sputum). Eine Diagnostik aus Rachen- und Nasenabstrichen ist jedoch ebenfalls möglich.

Für die Abstriche müssen Stäbchen mit einem flexiblen Schaft (kein Holz) verwendet werden. Wir bitten Abstriche mit für Viren geeignetes Medium zu verwenden.

Wir bitten die Probenröhrchen mit einem Sekundärröhrchen (Hartplastik) zu versehen.

Für den Versand müssen die Proben in einem Karton als Kategorie-B-Probe mit der UN-Nummer 3373 und nach Maßgabe der Verpackungsanweisung P650 verpackt werden. Senden Sie die Proben mit der entsprechenden Anforderung (PCR auf SARS-CoV-2) an die Postadresse des BNITM.

Das Labor des BNITM unterhält keinen Wochenend- oder Nachtdienst. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass das BNITM lediglich labordiagnostische Unterstützung anbietet. Proben können gerne an uns gesendet werden, Aufnahme oder Isolierung von Patienten ist nicht möglich!

Bitte beachten Sie auch, dass von uns keinerlei respiratorische Differentialdiagnostik geleistet werden kann! Die Untersuchung auf SARS-CoV-2 ist eine Kassenleistung, wenn die jeweils gültige Falldefinition des Robert-Koch-Instituts erfüllt ist. Die Abrechnungsziffer lautet 32816.

Alle Untersuchungen, die die Falldefinition des Robert Koch-Instituts nicht erfüllen, werden über GOÄ in Rechnung gestellt (128,23 € pro eingesandtem Material).

Kontakt

Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin

Zentrale Labordiagnostik
Bernhard-Nocht-Straße 74
D-20359 Hamburg

Tel.: +49 40 42818-444

Notfallnummer für Ärzte bei Verdacht auf hämorrhagisches Fieber
Tel.: +49 40 42818-0

Fax: +49 40 42818-252
E-Mail: labordiagnostik(at)bnitm.de