Mitteilung

Pressemitteilung

| 18.10.2001

Milzbrand: Vorbeugende Antibiotika-Einnahme nicht sinnvoll

Die Milzbrandanschläge in den USA haben zur Verunsicherung in der Bevölkerung geführt. Dabei wird immer wieder gefragt, wie man sich vor solchen Anschlägen schützen kann.

Die Gesundheitsbehörde rät der Hamburger Bevölkerung dringend davon ab, ohne konkreten Verdacht oder eine bestätigte Infektion vorbeugend Antibiotika einzunehmen.
Die vorbeugende Einnahme von Antibiotika kann nicht nur gesundheitsgefährdend für die betroffenen Personen sein, sondern sie kann auch zur zunehmenden Resistenzbildung von Krankheitserregern beitragen.

Solange in Deutschland kein Fall von Milzbrand im Zusammenhang mit einem Anschlag bekannt ist, sind vorbeugende medizinische Maßnahmen nicht sinnvoll. Auch das Tragen von Schutzmasken ist nur im konkreten Verdachtsfall anzuraten. Schutzmasken bieten nur begrenzte Zeit und für eine begrenzte Konzentration an Schadstoffen Schutz, außerdem sind sie nicht für alle Personengruppen geeignet (z. B. Kinder, Bartträger).

Im Fall eines konkreten Verdachts sollte sofort die nächste Polizeidienststelle informiert werden. Auffällige Briefsendungen (z. B. fehlender Absender, kein genauer Adressat, überfrankierte Sendung, auffälliger Umschlag) sollten nicht geöffnet werden. Die betrof-fenen Personen sollten den Raum sofort verlassen, die Hände anschließend gründlich waschen und dann die Polizei informieren.


Informationen zum Thema Milzbrand

Empfehlung zum Umgang mit verdächtigen Briefsendungen oder Päckchen

Übersicht der Informationsstellen (pdf)
(zusammengestellt vom Hygiene-Institut Hamburg)

Weiterführende Links vom Robert Koch-Institut