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Pressemitteilung

| 14.01.2014

Internationales Symposium zur Entstehung von Infektionen

Wie unser Immunsystem funktioniert und warum es manchmal versagt

Hamburg, 14. Januar 2014 – Warum schaffen es Krankheitserreger trotz Immunantwort zu überleben und warum können Infektionskrankheiten chronisch werden? Was verursacht ein hämorrhagisches Fieber? Wie weit ist die Forschung bei dem hoch ansteckenden Norovirus? Diese und andere Fragestellungen sind Inhalt des Symposiums „Pathogenesis of Infection“, das vom 30. bis 31. Januar 2014 in Hamburg stattfindet. Auch in diesem Jahr folgen renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Einladung des „Leibniz Center Infection“ (LCI), um sich an zwei Tagen über Funktion und Abwehr des menschlichen Immunsystems bei spezifischen Krankheitserregern zu informieren und über neueste Forschungsergebnisse zu diskutieren. Gastgeber des Symposiums ist LCI, ein Verbund der drei norddeutschen Leibniz-Institute, dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM), dem Forschungszentrum Borstel (FZB) und dem Heinrich-Pette-Institut für Experimentelle Virologie (HPI), der die Kompetenz der Infektionsforschung bündelt.

Einladung zum Symposium & Pressegespräch
LCI-Symposium „Pathogenesis of Infection 2014“: 30. bis 31. Januar 2014
Pressegespräch: 30. Januar | 12.30 bis 13.30 Uhr | Seminarraum Neubau
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
Bernhard-Nocht-Straße 74, 20359 Hamburg
Programm & Anmeldung bis zum 27.01.14: press(at)lc-infection.com,
Tel. 040 48051-108 oder 040 42818-264

Unser Immunsystem reagiert mit der Immunantwort auf in den Körper eingedrungene Erreger wie Bakterien, Viren oder auf krankhaft veränderte Zellen, die von den Leukozyten (weiße Blutkörperchen) als fremd erkannt werden. Die Reaktion kann sich ebenso gegen körpereigene Stoffe, die fälschlich als fremd erkannt werden (Autoimmunität), oder Substanzen aus der Umwelt (oft Auslöser für Allergien) richten. „Das Immunsystem steht bei jeder Infektion vor der Herausforderung, die Erreger zu eliminieren, dabei aber möglichst wenig Schaden im Körper zu verursachen“, erklärt Prof. Bernhard Fleischer vom BNITM.

Die komplexe Immunantwort umfasst die Aktion verschiedener Proteine und Abwehrzellen des Immunsystems wie T-Lymphozyten, Monozyten oder natürlichen Killerzellen (NK-Zellen). Auf dem internationalen Symposium halten Immunologinnen und Immunologen Vorträge über die Rolle der NK-Zellen, die erste Verteidigung in den frühen Stadien einer viralen Infektion, bei HIV- oder HCV-Infektionen und über aktuelle Forschungsergebnisse zum weitverbreiteten Norovirus. Die Vortragenden präsentieren Ergebnisse ihrer Forschung zur Beeinflussung von an der Immunantwort beteiligten Molekülen, um eine Immunpathologie bei Malaria zu verhindern oder eine Impfung zu verstärken. Chronische Erkrankungen werden an den Beispielen der Tuberkulose und Hepatitis aufgegriffen. Dabei gehen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Frage nach, warum gerade die Leber der bevorzugte Ort für chronische Hepatitis ist. „Unser Verständnis dafür, unter welchen Bedingungen eine Infektion z.B. durch den Tuberkuloseerreger zur Krankheit führt oder nicht, und welche Langzeitfolgen daraus resultieren, wird erst durch das gleichzeitige Studium der wechselseitigen Interaktionen zwischen Erreger und Wirt geschärft“, führt Prof. Ulrich Schaible vom FZB aus.

In der Keynote-Lecture spricht Prof. Maria G. Masucci vom Karolinska Institutet in Stockholm über Krebserkrankungen, die infolge von Virusinfektionen und dem fehlenden Einsatz der Immunantwort hervorgerufen werden. Weitere Vorträge befassen sich mit dem Merkel-Zell-Polyomavirus, das als einziges bisher bekanntes menschliches Polyomavirus an der Tumorentstehung beteiligt ist, sowie dem Keim Helicobacter pylori, den geschätzt die Hälfte der Weltbevölkerung in sich trägt, und der als Hauptrisikofaktor für Magenkrebs gilt.

Das jährliche Symposium informiert Vortragende und Zuhörende über neueste Forschungserkenntnisse und bietet eine Plattform zum Austausch sowie für neue Kooperationen. Prof. Dr. Marcus Altfeld, Virusimmunologe am HPI: „Ein besseres Verständnis der Pathogenese von Infektionen und Autoimmunerkrankungen ist sehr wichtig für die Entwicklung neuer Therapiekonzepte. Und das Symposium der Leibniz-Institute bietet eine hervorragende Plattform für gemeinsame Diskussionen.“


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Einladung für Pressevertreter/-innen zum Pressegespräch:
Sie sind herzlich eingeladen, an dem internationalen Symposium teilzunehmen. Zudem möchten wir Sie im Rahmen des LCI-Symposiums 2014 gerne zu einem gemeinsamen Pressegespräch mit Prof. Dr. Marcus Altfeld (Abteilungsleiter und Immunologe am HPI), Prof. Dr. Bernhard Fleischer (Abteilungsleiter Immunologie und Vorstandsmitglied am BNITM) und Prof. Dr. Ulrich Schaible (Direktor Programmbereich Infektionen am FZB) einladen.

Das Gespräch findet am 30. Januar 2014 von 12.30 bis 13.30 Uhr am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (Seminarraum Neubau) statt.

Um Anmeldung wird bis zum 27. Januar 2014 gebeten: press(at)lc-infection.com, Tel. 040 48051-108 oder 040 42818-264


Kontaktdaten der LCI-Institute:

Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM)
Bernhard-Nocht-Straße 74
20359 Hamburg
Tel.: +49 (0)40/42818-0
Fax: +49 (0)40/42818-265
www.bnitm.de

Forschungszentrum Borstel – Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften (FZB)
Parkallee 1-40
23845 Borstel
Tel.: +49 (0)4537/188-0
Fax: +49 (0)4537/188-2091
www.fz-borstel.de

Heinrich-Pette-Institut – Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie (HPI)
Martinistraße 52
20251 Hamburg
Tel.: +49 (0)40/48051-100
Fax: +49 (0)40/48051-103
www.hpi-hamburg.de


Über das Leibniz Center Infection:

Das Leibniz Center Infection (LCI) ist eine dynamische Allianz der Leibniz-Institute Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM), Forschungszentrum Borstel – Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften (FZB) und Heinrich-Pette-Institut – Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie (HPI). Als Mitglieder der Leibniz-Gemeinschaft betreiben die Institute strategische, themenorientierte    Forschung wissenschaftlicher Fragestellungen von gesellschaftlicher Relevanz. Die Allianz dient vor allem dazu, den Forschungsschwerpunkt „Global and emerging infections“ als Kernkompetenz im norddeutschen Wissenschaftsraum so zu befördern, dass zusammen mit lokalen universitären Partnern und Großforschungseinrichtungen eine nationale Alleinstellung als Kompetenzzentrum in der Infektionsforschung möglich wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.lc-infection.com.