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Pressemitteilung

| 08.07.2010

Bestnoten für Hamburger Tropeninstitut

Offizielles Gutachten veröffentlicht

Hamburg, 8. Juli 2010 – Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft hat dem Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) in einer gestern veröffentlichten Stellungnahme exzellente wissenschaftliche Leistungen und ein „überzeugendes Gesamtkonzept für die Entwicklung des Instituts“ bescheinigt. Bund und Ländern wird empfohlen, das BNI als „national und international weit sichtbares, anerkanntes Kompetenzzentrum für Tropenmedizin“ in vollem Umfang weiter zu fördern. Leibniz-Institute unterliegen einem siebenjährlichen Begutachtungsverfahren unter Aufsicht eines extern besetzten Senats.

Der Vorsitzende des BNI-Vorstands, Prof. Rolf Horstmann, zeigte sich hoch erfreut über das Ergebnis: „Besonders freut mich, dass unsere Arbeit der letzten Jahre gewürdigt wird und dass uns ein ‘außergewöhnlich gutes Arbeitsklima‘ bescheinigt wurde. Ich halte Letzteres für einen wesentlichen Schlüssel des Erfolgs.“

Prof. Bernhard Fleischer, langjähriger früherer Direktor des BNI, begrüßt die Feststellung, dass in den vergangenen Jahren „wesentliche Beiträge zur tropenmedizinischen Forschung“ erbracht wurden. So verzeichnete das BNI im Begutachtungszeitraum spektakuläre Erfolge, wie die Identifizierung des SARS-Virus und die überraschende Entdeckung eines zuvor unerkannten Entwicklungsstadiums der Malariaparasiten.

Nun gelte es, das Entwicklungskonzept umzusetzen, so Horstmann. „In den nächsten Jahren wollen wir insbesondere die klinische Forschung und die Feldforschung in den Endemiegebieten der Tropenkrankheiten ausweiten, um dazu beizutragen, bestehende Lücken in deutschen Beiträgen zur Gesundheitsforschung der Entwicklungsländer zu füllen.“

Auch Hamburgs Senatorin für Wissenschaft und Forschung, Dr. Herlind Gundelach, freute sich über das Ergebnis: „Die Bewertung des Leibniz- Senats zeigt, dass das Gesamtkonzept des BNI schlüssig ist. Die breite Aufstellung bei Forschungsschwerpunkten, die neuen Hochsicherheits- labore, vor allem aber die erstklassige Leistung der Arbeitsgruppen machen das BNI zu einer exzellenten Wissenschaftseinrichtung, auf die wir in Hamburg sehr stolz sein können. Ich bin mir sicher, dass sich auch die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz für eine Weiterförderung aussprechen wird.“


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Die ausführliche Senatsstellungnahme finden auf der Website der Leibniz- Gemeinschaft: Link zur Senatsstellungnahme und zur Pressemitteilung des Senats.

 


Über das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin

Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) ist Deutschlands größte Einrichtung für Forschung, Versorgung und Lehre auf dem Gebiet tropentypischer Erkrankungen und neu auftretender Infektionskrankheiten.

Gegenstand der Forschung sind Klinik, Epidemiologie und Krankheitsbekämpfung sowie die Biologie der Krankheitserreger, ihrer Reservoirtiere und Überträger. Den aktuellen Schwerpunkt bilden Malaria, hämorrhagische Fieberviren, Tuberkulose und Gewebewürmer. Für den Umgang mit hochpathogenen Erregern wie Lassa- und Ebola-Viren verfügt das Institut über Laboratorien der höchsten biologischen Sicherheitsstufe (BSL4). Als herausragende wissenschaftliche Leistungen des Instituts in jüngster Vergangenheit gelten die Identifizierung des SARS-Coronavirus und die Entdeckung eines bisher unbekannten Entwicklungsstadiums der Malaria-Erreger im Menschen.

Versorgungsleistungen des Instituts umfassen die spezielle Labordiagnostik tropentypischer und anderer seltener Erkrankungen, eine enge Zusammenarbeit mit der Bundeswehr sowie Beratung für Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit, die wesentlich zur gesamtstaatlichen Bedeutung des Instituts beitragen. Das Institut dient als nationales Referenzzentrum für den Nachweis aller tropischen Infektionserreger, Referenzlabor für SARS und Kooperationszentrum der Weltgesundheitsorganisation für hämorrhagische Fieberviren.

Die Lehrtätigkeit umfasst einen dreimonatigen, ganztägigen Kursus über alle Aspekte der Tropenmedizin für Ärzte sowie ein Fortbildungsprogramm für Doktoranden des Instituts und eine Reihe von Weiterbildungsangeboten zu Themen der Reisemedizin und der internationalen Gesundheit.

In Zusammenarbeit mit dem ghanaischen Gesundheitsministerium und der Universität von Kumasi betreibt das Institut seit über zehn Jahren ein modernes Forschungs- und Ausbildungszentrum in Ghana, das auch externen Arbeitsgruppen zur Verfügung steht.
Als Mitglied der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL) wird das Institut als Forschungsinstitut mit überregionaler Bedeutung gemeinsam durch den Bund, die Freie und Hansestadt Hamburg und die übrigen Bundesländer finanziert.