Mitteilung

Pressemitteilung

| 30.05.2008

Kroch-Stiftung fördert das Hamburger Tropeninstitut

Die Howard-und-Gabriele-Kroch-Stiftung fördert mit einem Promotionsstipendium erneut den wissenschaftlichen Nachwuchs am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) in Hamburg.

Ins Leben gerufen wurde die Stiftung von Howard M.S. Kroch, Honorarkonsul von Trinidad und Tobago, zusammen mit seiner Frau Gabriele am 1. September 2007 anlässlich seines 60. Geburtstages. Der Konsul, selbst einmal von einer Tropenkrankheit betroffen, möchte mit Hilfe seiner Stiftung dazu beitragen, Tropenkrankheiten weiter einzudämmen und somit vielen Menschen eine Erkrankung mit lebensbedrohlichen tropischen Erregern zu ersparen.

Diesjährige Stipendiatin ist die Biologin Julia Kolbaum aus der Arbeitsgruppe Helminthen-Immunologie. Diese Gruppe unter der Leitung von Dr. Minka Breloer beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Interaktion zwischen dem krankheitserregenden Nematoden Strongyloides ratti und dem Immunsystem des infizierten Wirtes. Etwa zwei Milliarden Menschen sind mit krankheitserregenden Würmern infiziert. Vornehmlich handelt es sich um Bewohner der Tropen, die dort auch anderen Infektionskrankheiten ausgesetzt sind. Dabei führt die Infektion mit Würmern offenbar zu einer veränderten Immunantwort gegen andere Krankheitserreger. Doch trotz aller Forschungsarbeit sind die genauen Mechanismen und die Konsequenzen für den Menschen bei weitem nicht verstanden.

Mit Hilfe ihres Promotionsstipendiums der Kroch-Stiftung hofft Julia Kolbaum, nun folgende Fragen zu beantworten: Wie verändert die gleichzeitige Infektion mit Würmern den Verlauf anderer Krankheiten wie Malaria oder Leishmaniose? Wie verändert sich die Immunantwort im Wirt, und welches sind die immunologischen Mechanismen? Welche Moleküle des Wurmes verursachen eine Veränderung im Immunsystem des Wirtes?

Antworten auf diese Fragen werden dringend benötigt, um neue Therapie- und Medikamentenansätze entwickeln zu können, denn Wurmerkrankungen sind in den Tropen ein ernstes Problem und führen zu gravierenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Neben weiteren so genannten vernachlässigten Tropenkrankheiten oder auch Armutskrankheiten wie Flussblindheit, Elefantiasis oder Buruli Ulkus tragen sie erheblich zum wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungsrückstand der ärmsten Länder der Welt bei.


Über das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin

Seit seiner Gründung im Jahr 1900 ist das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) am Hamburger Hafen Deutschlands größtes Institut der Forschung, Lehre und Versorgung auf dem Gebiet der Tropenkrankheiten. Den bereits vom Gründer Bernhard Nocht formulierten Aufgaben "Forschen - Heilen - Lehren" widmen sich im BNI insgesamt 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Schwerpunkte der Forschung liegen aktuell auf den Gebieten Malaria, hämorrhagische Fieberviren, Gewebewürmer, Amöben und Leishmanien. Klinische Forschungsprojekte werden in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und der Universität von Kumasi, Ghana, durchgeführt.

Das BNI ist Nationales Referenzzentrum für tropische Infektionserreger, Referenzlabor für SARS und Kooperationszentrum der Weltgesundheitsorganisation für hämorrhagische Fieberviren wie Ebola und Lassa. In der Forschung kooperiert das BNI in vielfältigen nationalen und internationalen Verbünden. Zahlreiche Forschungsprojekte werden in den Tropen durchgeführt - so unterhält das BNI seit zehn Jahren ein kooperatives Forschungszentrum in Ghana, Westafrika. Größte wissenschaftliche Leistung der jüngsten Vergangenheit war die Identifizierung des SARS-Virus 2003.

Seit 2008 wird das BNI als rechtlich selbstständige Stiftung geführt. Trägerin ist die Freie und Hansestadt Hamburg. Das Institut ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, einer Vereinigung von 83 außeruniversitären deutschen Forschungseinrichtungen mit überregionaler Bedeutung, die zu gleichen Teilen von Bund und Ländern finanziert werden.

Kontakt:
Eva Königsmann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
Tel. (040) 4 28 18 - 525
Fax (040) 4 28 18 - 400

Julia Kohlbaum (Foto: BNI)

Die Howard-und-Gabriele-Kroch-Stiftung fördert mit einem Promotionsstipendium erneut den wissenschaftlichen Nachwuchs am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) in Hamburg.

Ins Leben gerufen wurde die Stiftung von Howard M.S. Kroch, Honorarkonsul von Trinidad und Tobago, zusammen mit seiner Frau Gabriele am 1. September 2007 anlässlich seines 60. Geburtstages. Der Konsul, selbst einmal von einer Tropenkrankheit betroffen, möchte mit Hilfe seiner Stiftung dazu beitragen, Tropenkrankheiten weiter einzudämmen und somit vielen Menschen eine Erkrankung mit lebensbedrohlichen tropischen Erregern zu ersparen.

Diesjährige Stipendiatin ist die Biologin Julia Kolbaum aus der Arbeitsgruppe Helminthen-Immunologie. Diese Gruppe unter der Leitung von Dr. Minka Breloer beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Interaktion zwischen dem krankheitserregenden Nematoden Strongyloides ratti und dem Immunsystem des infizierten Wirtes. Etwa zwei Milliarden Menschen sind mit krankheitserregenden Würmern infiziert. Vornehmlich handelt es sich um Bewohner der Tropen, die dort auch anderen Infektionskrankheiten ausgesetzt sind. Dabei führt die Infektion mit Würmern offenbar zu einer veränderten Immunantwort gegen andere Krankheitserreger. Doch trotz aller Forschungsarbeit sind die genauen Mechanismen und die Konsequenzen für den Menschen bei weitem nicht verstanden.

Mit Hilfe ihres Promotionsstipendiums der Kroch-Stiftung hofft Julia Kolbaum, nun folgende Fragen zu beantworten: Wie verändert die gleichzeitige Infektion mit Würmern den Verlauf anderer Krankheiten wie Malaria oder Leishmaniose? Wie verändert sich die Immunantwort im Wirt, und welches sind die immunologischen Mechanismen? Welche Moleküle des Wurmes verursachen eine Veränderung im Immunsystem des Wirtes?

Antworten auf diese Fragen werden dringend benötigt, um neue Therapie- und Medikamentenansätze entwickeln zu können, denn Wurmerkrankungen sind in den Tropen ein ernstes Problem und führen zu gravierenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Neben weiteren so genannten vernachlässigten Tropenkrankheiten oder auch Armutskrankheiten wie Flussblindheit, Elefantiasis oder Buruli Ulkus tragen sie erheblich zum wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungsrückstand der ärmsten Länder der Welt bei.


Über das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin

Seit seiner Gründung im Jahr 1900 ist das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) am Hamburger Hafen Deutschlands größtes Institut der Forschung, Lehre und Versorgung auf dem Gebiet der Tropenkrankheiten. Den bereits vom Gründer Bernhard Nocht formulierten Aufgaben "Forschen - Heilen - Lehren" widmen sich im BNI insgesamt 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Schwerpunkte der Forschung liegen aktuell auf den Gebieten Malaria, hämorrhagische Fieberviren, Gewebewürmer, Amöben und Leishmanien. Klinische Forschungsprojekte werden in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und der Universität von Kumasi, Ghana, durchgeführt.

Das BNI ist Nationales Referenzzentrum für tropische Infektionserreger, Referenzlabor für SARS und Kooperationszentrum der Weltgesundheitsorganisation für hämorrhagische Fieberviren wie Ebola und Lassa. In der Forschung kooperiert das BNI in vielfältigen nationalen und internationalen Verbünden. Zahlreiche Forschungsprojekte werden in den Tropen durchgeführt - so unterhält das BNI seit zehn Jahren ein kooperatives Forschungszentrum in Ghana, Westafrika. Größte wissenschaftliche Leistung der jüngsten Vergangenheit war die Identifizierung des SARS-Virus 2003.

Seit 2008 wird das BNI als rechtlich selbstständige Stiftung geführt. Trägerin ist die Freie und Hansestadt Hamburg. Das Institut ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, einer Vereinigung von 83 außeruniversitären deutschen Forschungseinrichtungen mit überregionaler Bedeutung, die zu gleichen Teilen von Bund und Ländern finanziert werden.

Julia Kohlbaum (Foto: BNI)
Julia Kohlbaum (Foto: BNI)

Kontakt:

Eleonora Schönherr
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
Tel. (040) 4 28 18 - 264
Fax (040) 4 28 18 - 265