Mitteilung

Pressemitteilung

| 06.05.2008

Europawoche Hamburg 2008 - Maßnahmen gegen Infektionskrankheiten auf nationaler und europäischer Ebene

Einladung zur Moderierten Experten- und Podiumsdiskussion

Donnerstag, 8. Mai 2008

18.00 bis 20.30 Uhr

Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (Hörsaal)
Bernhard-Nocht-Str. 74
20359 Hamburg

U-/ S-Bahn St. Pauli, Reeperbahn oder Landungsbrücken

Bisher in südlichen Regionen gefürchtete Infektionskrankheiten breiten sich auch im Norden Europas weiter aus. So steigt die Zahl der Infektionen durch Zeckenstiche mit Borreliose und Früh-sommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) an. Der Klimawandel mit heißen Sommern und milden und nassen Wintern ist ein entscheidender Faktor für diese Tendenz. Steigende Temperaturen könnten auch der Ausbreitung weiterer Krankheiten wie Dengue-Fieber und Malaria Vorschub leisten. Zudem tragen zunehmende Mobilität und der weltweit wachsende Tourismus zur Verbreitung und Übertragung von Krankheiten bei. Die schnelle Ausbreitung von SARS und die steigende Zahl von Tuberkuloseinfektionen in den letzen Jahren sind Beispiele hierfür.

Die damit verbundenen Herausforderungen erfordern Maßnahmen auf lokaler, nationaler, europäischer und globaler Ebene. Im Rahmen der Europawoche Hamburg 2008 gehen Experten aus Ham-burger und europäischen Institutionen während einer Podiumsdiskussion u.a. folgenden Fragen nach:

  1. " Welche gesundheitlichen Gefahren drohen durch neuartige Erkrankungen auf Grund des Klimawandels?

  2. " Wie ist der Stand der Forschung?

  3. " Was kann auf lokaler und auf europäischer Ebene zum Schutz vor Infektionskrankheiten für die Bürgerinnen und Bürger getan werden?


Moderation: Frau Kerstin Michaelis, freie Hörfunk- und Fernsehjournalistin, u.a. NDR 90,3 und "Visite"

Experten:

  • " Herr Prof. Dr. Plettenberg, Institut für Interdisziplinäre Medizin an der Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg
    Thema: "Durch Zecken übertragbare Krankheiten"

  • " Herr Prof. Dr. Fleischer, Leiter der Medizinischen Mikrobiologie am Bernhard-Nocht-Institut für Tro-penmedizin
    Thema: "Klimawandel und Ausbreitung von Infektionserkrankungen"

  • " Herr Dr. Schmiedel, Bernhard-Nocht-Klinik am UKE, Hamburg
    Thema: "Malaria in Deutschland"

  • " Herr Dr. Fell, Zentrum für Impfmedizin und Infektionsepidemiologie, Hamburg
    Thema: "Die Rolle des öffentlichen Gesundheitsdienstes im Infektionsschutz in Hamburg"

  • " Herr Fontaine, Europäisches Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC), Stockholm
    Thema: "Die Arbeit und Rolle des ECDC"

Europawoche Hamburg 2008

Die Europawoche vom 5. bis zum 10. Mai steht unter dem Motto "Hamburg - europäisch, nordisch, gut!". Europapolitisch engagierte Vereine, Verbände und Institutionen laden die Hamburge-rinnen und Hamburger zu rund 45 Veranstaltungen, Vorträgen und Diskussionen ein, die zum Nachdenken und Mitreden über Europa anregen sollen. Die Europawoche ist Teil der Hamburger Aktivitäten rund um den Europatag am 9. Mai.
Das Gesamtprogramm der Europawoche 2008 in Hamburg finden Sie unter fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/senat/europa/europawoche/start.html


Wir über uns:


Seit seiner Gründung im Jahr 1900 ist das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) am Hamburger Hafen Deutschlands größtes Institut der Forschung, Lehre und Versorgung auf dem Gebiet der Tropenkrankheiten. Den bereits vom Gründer Bernhard Nocht formulierten Aufgaben "Forschen - Heilen - Lehren" widmen sich im BNI insgesamt 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Schwerpunkte der Forschung liegen aktuell auf den Gebieten Malaria, hämorrhagische Fieberviren, Gewebewürmer, Amöben und Leishmanien. Klinische Forschungsprojekte werden in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und der Universität von Kumasi, Ghana, durchgeführt.

Das BNI ist Nationales Referenzzentrum für tropische Infektionserreger, Referenzlabor für SARS und Kooperationszentrum der Weltgesundheitsorganisation für hämorrhagische Fieberviren wie Ebola und Lassa. In der Forschung kooperiert das BNI in vielfältigen nationalen und internationalen Verbünden. Zahlreiche Forschungsprojekte werden in den Tropen durchgeführt - so unterhält das BNI seit zehn Jahren ein kooperatives Forschungszentrum in Ghana, Westafrika.

Größte wissenschaftliche Leistung der jüngsten Vergangenheit war die Identifizierung des SARS-Virus 2003. Seit 2008 wird das BNI als rechtlich selbstständige Stiftung geführt. Trägerin ist die Freie und Hansestadt Hamburg. Das Institut ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, einer Vereinigung von 83 außeruniversitären deutschen Forschungseinrichtungen mit überregionaler Bedeutung, die zu gleichen Teilen von Bund und Ländern finanziert werden.


Die Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz verfolgt vielfältige Aufgaben von "A" wie Arbeitsschutz bis "Z" wie Zuwanderung. Im Mittelpunkt stehen die Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt Hamburg, denen wir ein gesundes Leben nach dem Grundprinzip "fördern und fordern" ermöglichen möchten. Im Bereich "Gesundheit" reichen unsere Aufgaben von Gesundheitsförderung und Infektionsschutz allgemein bis zum Nichtraucherschutz, Früherkennungsmaßnahmen und Schwangerenkonfliktberatung.

Kontakt:

Eleonora Schönherr
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: 040 / 428 18 - 264
eMail: presse(at)bnitm.de