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Prof. Dr. Jürgen MayAbteilung InfektionsepidemiologieTel.: +49 40 42818-369
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| 05.11.2018

BNITM bildet zwölf ostafrikanische Laborexperten aus

Teaching of Glove-Box Usage Copyright: BNITM

Damit sich Epidemien nicht ungehindert ausbreiten, fördert die Bundesregierung über das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) seit September 2017 ein Projekt zum Aufbau mobiler Laboratorien in der Ostafrikanischen Union, um Infektionen auch an entlegenen Orten schnell zu diagnostizieren.

Dr. Sonoiya, Leiter der Gesundheitsreferats im Headquarter der Ostafrikanischen Union, berichtet, die Ostafrikanische Union sei durch die Ebola-Ausbrüche in der DRC höchst alarmiert. Das Projekt bereitet die Union aktiv darauf vor, epidemische Krankheitsausbrüche besser zu kontrollieren und zu bekämpfen.

Das Projekt umfasst neben der vor Ort Installation von neun mobilen Laboratorien auch die Ausbildung von heimischen Labormitarbeitern. Seit dem 1. Oktober lernen jeweils zwei Experten aus den sechs Partnerländern Burundi, Kenia, Ruanda, Südsudan, Tansania und Uganda wie die mobilen Labore betrieben und genutzt werden, Labormitarbeiter vor Ansteckung geschützt sind und wie die verschiedenen Erreger mit Hilfe aktueller diagnostischer Verfahren in den mobilen Laboren identifiziert werden können. 

„Es werden Erfahrungen der Virologie, der Infektionsepidemiologie und der Diagnostikentwicklung zusammengeführt, um den Aufbau funktionierender mobile Labore zu ermöglichen“, erklärt Professor Jürgen May, Leiter der Abteilung Infektionsepidemiologie.

Die drei BNITM-Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Dr. Florian Gehre, Dr. Muna Affara und Lisa Reigl sind als technische Berater für das Projekt permanent vor Ort mit einem Büro im Sekretariat der Ostafrikanischen Union in Arusha, Tansania und organsierten das Training. Parallel traf Gerd Ruge die logistischen Vorbereitungen am BNITM. 

Im nächsten Jahr werden die am BNITM geschulten ostafrikanischen Experten entsprechend dem Training-of-Trainers-Konzept jeweils zehn weitere Labormitarbeiter in ihren Heimatländern ausbilden. Nach einigen Feldübungen, sollten die neu geschulten Laborexperten für den Einsatz in den mobilen Laboren ausreichend vorbereitet und in der Lage sein, diese dann selbstständig zu betreiben.

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