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Pressemitteilung

| 02.03.2015

Fortschritt in der Ebola-Forschung

Die seit Anfang letzten Jahres andauernde Ebola-Epidemie in Westafrika kostete zum heutigen Zeitpunkt laut WHO rund 9.700 Menschen das Leben. Die Forschung an Medikamenten und Impfstoffen läuft derzeit auf Hochtouren. Bislang bestanden allerdings nur begrenzte Möglichkeiten Medikamente und Impfstoffe in einem geeigneten Kleintiermodell zu testen.

Wissenschaftlern des Heinrich-Pette Instituts (HPI) und des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNITM) ist nun ein wichtiger Meilenstein für die zukünftige vorklinische Testung von therapeutischen Präparaten gelungen - sie entwickelten ein chimäres Mausmodell. Chimäre sind Organismen, die Zellen verschiedener genetischer Herkunft aufweisen.

In diesem Falle wurden menschliche Blutstammzellen in die Maus eingebracht und damit erreicht, dass diese die wichtigsten Merkmale des Ebola-Fiebers ausprägt. Mithilfe dieses Mausmodells soll die Erforschung möglicher Impfstoffe und Medikamente beschleunigt und die Grundlagenforschung zur Antwort des Immunsystems auf das Virus erleichtert werden

Das Projekt ist Teil des Forschungsverbundes EBOKON, der über das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) ins Leben gerufen wurde. 

Für weitere Informationen lesen Sie die vollständige Pressemitteilung

 


Weiterführende Informationen

Publikation zur Pressemitteilung: J Virol. 2015 Feb 11. pii: JVI.03546-14. Ebola virus disease in mice transplanted with human hematopoietic stem cells.

Vorangehende Publikation zur Testung von Favipiravir (T-705) im Mausmodell: Antiviral Res. 2014 May;105:17-21. doi: 10.1016/j.antiviral.2014.02.014. Epub 2014 Feb 26. Successful treatment of advanced Ebola virus infection with T-705 (favipiravir) in a small animal model.