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| 06.08.2020

Überschießende Immunreaktion bei COVID-19 und Malaria

Institutionenübergreifendes Hamburger Forschungsteam findet Gründe für Parallelen

Veränderte Abwehrzellen sind offenbar mitverantwortlich für die starke Immunreaktion bei schweren Verläufen von COVID-19 und Malaria. Das haben Forschende des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf herausgefunden. Die Ergebnisse ihrer Studie wurden in Frontiers in Immunology vorveröffentlicht

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Research Highlight

| 17.07.2020

Gefährliche Durchfallerkrankung bei Säuglingen und Kleinkindern in Subsahara-Afrika: Neue Erkenntnisse zu Übertragungswegen von Kryptosporidien

Kryptosporidien werden hauptsächlich von Kind zu Kind übertragen. Das enge Zusammenleben mit Nutztieren hat anders als bisher angenommen keine große Bedeutung. Zu diesem Schluss kommt eine Forschungsgruppe des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin. Die Arbeitsgruppe Infektionsepidemiologie hat unter Leitung von Daniel Eibach und Ralf Krumkamp die bisher größte Studie zu Kryptosporidien durchgeführt und kürzlich ihre Arbeit in der Fachzeitschrift Clinical Infectious Deseases veröffentlicht.

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| 15.07.2020

Männliche Hormone fördern überschießende Immunreaktion

Testosteron überaktiviert das angeborene Immunsystem

Hamburg, 15. Juli 2020 – Sexualhormone beeinflussen eine bestimmte Gruppe von Immunzellen in unterschiedlichem Ausmaß. Das hat ein Forschungsteam des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin herausgefunden. Die Arbeitsgruppe unter der Leitung von Hanna Lotter und Julie Sellau zeigte erstmals, dass Monozyten, die wichtig sind für die Immunreaktion gegen eindringende Parasiten, direkt durch männliche Geschlechtshormone beeinflusst werden. Ihre Publikation wurde kürzlich in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht. Die Arbeit entstand u.a. in Kooperation mit der Gruppe von Prof. Dr. Marcus Altfeld vom Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie (HPI) mit Unterstützung der Landesforschungsförderung Hamburg.

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| 30.06.2020

Den Geheimnissen des Malariaparasiten auf der Spur

BNITM-Gruppe identifiziert ein neues Protein am DESY

Das Forschungsteam um Prof. Tim Gilberger hat erstmals ein Protein aus einer bestimmten Gruppe von Eiweißmolekülen, den Lipocalinen, im Malariaparasiten Plasmodium falciparum identifiziert. Die Entdeckung hilft, den Lebenszyklus des Parasiten besser zu verstehen, der in weiten Teilen der Erde zu den größten Gesundheitsbedrohungen gehört. Ermöglicht wurde die Neuentdeckung am Zentrum für Systembiologie (CSSB) und in Zusammenarbeit mit den Deutschen Elektronen-Synchroton (DESY). Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Cell Reports“.

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| 24.06.2020

Afrikanischer Augenwurm verursacht erhebliche Beeinträchtigungen

Symptome der Loiasis nicht zu verharmlosen

Anders als bisher angenommen, ist die Loiasis keine harmlose tropische Erkrankung. Die Wurminfektion beeinträchtigt die Betroffenen stärker in ihrer Lebensqualität und Leistungsfähigkeit als bislang angenommen. Das hat ein Team am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) in Zusammenarbeit mit dem Centre de Recherches Médicales de Lambaréné (CERMEL) untersucht und die Ergebnisse jetzt in der Fachzeitschrift The Lancet Infectious Diseases veröffentlicht.

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| 05.06.2020

Neuer Therapieansatz gegen häufige Reise-Hautkrankheit Leishmaniose

Moleküle aus dem Labor

Eine Forschungsgruppe am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) hat neue Moleküle identifiziert, um die Behandlung der kutanen Leishmaniose, einer der häufigsten Reise-Dermatosen, zu verbessern. Die Gruppe um Prof. Hannelore Lotter stellt in der Fachzeitschrift Antimicrobial Agents and Chemotherapy eine Gruppe von Wirkstoffen vor, die das Immunsystem aktiv gegen die entsprechenden Erreger stimuliert (Fehling et al., 2020).

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Research Highlight

| 20.05.2020

Bindung von Malariaparasiten an Blutgefäße lebenswichtiger Organe weiter entschlüsselt

Plasmodium falciparum ist der gefährlichste unter den verschiedenen Malariaerregern und führt unbehandelt zu schweren, lebensbedrohlichen Krankheitsverläufen. Der Malariaerreger ist ein Parasit und infiziert rote Blutkörperchen (Erythrozyten). Diese binden an die Wände kleiner Blutgefäße und können durch Sauerstoffmangel und Überaktivierung des Immunsystems wichtige Organe schädigen, wie Niere, Lunge oder Gehirn. Die Arbeitsgruppe um Prof. Iris Bruchhaus am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) hat die komplexen Vorgänge entschlüsselt, die während der Interaktion infizierter Erythrozyten mit verschiedenen Rezeptoren der Blutgefäßwände auftreten. Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden kürzlich in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht.

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Pressemitteilung

| 14.05.2020

Wie kommunizieren Erreger mit ihren Wirten?

Neue Graduiertenschule startet am Bernhard-Nocht-Institut

Hamburg. Wie können Krankheitserreger, wie die Erreger der Malaria im Menschen überleben und Schaden anrichten? Und warum löst der Erreger der Chagas-Krankheit erst nach vielen Jahren ein Herzversagen aus? Diesen und vielen weiteren Fragen der tropischen Infektionsbiologie widmen sich ab Frühjahr 2020 sieben neue Promotionsprojekte am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM). Gefördert werden die Projekte mit rund 1,3 Millionen Euro durch die Joachim Herz Stiftung, die einem Antrag von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des BNITM auf eine neue Graduiertenschule bewilligte. Der Fokus der Forschung liegt dabei auf der Interaktion tropischer Krankheitserreger mit ihren Wirten.

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| 23.04.2020

Mobiles Labor unterstützt Coronavirus-Diagnostik in Weiden i.d. Oberpfalz

Hamburg / Weiden i.d. Oberpfalz. Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) in Hamburg koordiniert die Europäischen Mobilen Labore (EMLab), die jetzt in der aktuellen Coronavirus-Pandemie die Sars-CoV-2-Diagnostik vor Ort unterstützen: Es werden täglich zahlreiche Patientenproben getestet und das Klinikpersonal geschult. Bewährt haben sich die EMLabs bereits bei anderen Ausbrüchen von Infektionskrankheiten, wie der Ebola-Epidemie in Westafrika. Die Mitarbeiter*innen der mobilen Labore sind als Partner der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und im EU-Katastrophenhilfemechanismus registriert.

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| 23.04.2020

Informationen und Expertendienst zum Weltmalariatag 2020

Im Jahr 2000 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Weltmalariatag als jährlichen internationalen Aktionstag ins Leben gerufen. Er soll daran erinnern, dass mehr als drei Milliarden Menschen auf der Welt durch die Malaria bedroht sind. Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) in Hamburg widmet einen erheblichen Teil seiner Arbeit der Malariaforschung. Das Spektrum reicht von molekularen Untersuchungen des Malariaparasiten über die Erforschung der Verbreitung und des klinischen Verlaufs bis hin zu Impf- und Medikamentenstudien in Afrika. Auf der BNITM-Seite zum Weltmalariatag am 25. April 2020 sind weitere Informationen sowie einen Expertendienst für Journalist*innen aufgeführt.

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