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Fachveranstaltung |

20.11.2017 14:00

Marburg- und Ebola-hämorrhagische Fieber

50 Jahre Forschung am Bernhard-Nocht-Institut

Elektronenmikroskopische Aufnahme von Marburg-Viren
Marburg-Viren im Elektronenmikroskop

Bereits neun Jahre vor der Entdeckung des Ebola-Virus wurde das nahe verwandte Marburg-Virus 1967 gemeinsam von Wissenschaftlern in Marburg und Hamburg identifiziert. An der Infektion starben damals Tierpflegerinnen und Tierpfleger der Behringwerke, die Affen betreuten, die für die Produktion von Impfstoffen aus Afrika eingeführt worden waren. Mit einem Symposium im historischen Hörsaal des BNITM werden Prof. Dr. Werner Slenczka (ehemals Hygiene-Institut Marburg) und Dr. Günther Müller (ehemals BNITM) geehrt, die wesentlich zur Identifizierung des Virus beitrugen, das in der Folge Marburg-Virus genannt wurde.

Im Spätsommer 1967 erkrankten Pflegerinnen und Pfleger von Menschenaffen (Grünen Meerkatzen) in den Behringwerken schwer mit hohem Fieber, Organversagen und inneren Blutungen, so dass sie in das Marburger Universitätsklinikum eingeliefert wurden. Wenig später trat die Infektion auch an Instituten in Frankfurt und Belgrad auf, in denen ebenfalls mit Grünen Meerkatzen gearbeitet wurde. In Marburg gelang es, den Erreger in Meerschweinchen zu vermehren, in deren Blut er am 20. November 1967 im BNITM als fadenförmiges Virus (Filovirus) identifiziert wurde.

Neben Vorträgen von Prof. Slenczka und Dr. Müller über die historischen Ereignisse werden Prof. Stephan Becker (Universität Marburg) sowie Dr. César Muñoz-Fontela, Dr. Dennis Tappe und Prof. Stephan Günther (BNITM) aktuelle Erkenntnisse zu Marburg- und Ebola-Viren vorstellen.

Dies ist keine öffentliche Veranstaltung.