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Öffentliche Veranstaltung

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24.10.2019


Woher kommt der Ebolavirus und wie können wir ihn aufhalten?

Die Epidemie des Ebolavirus, die sich zwischen den Jahren 2013 und 2016 in Afrika verbreitete, forderte über zehntausend Tote und war täglich präsent auf den Titelblättern aller internationalen Medien.

Auf der Suche nach dem Ursprung des Ebola-Virus in Guinea. Quelle: BNITM.

Spanien und Deutschland waren besonders involviert im Kampf gegen die Epidemie: Sie empfingen betroffene Patienten und behandelten sie. Dank der Arbeit vieler Entwicklungshelfer und mobiler Labore trugen beide Länder zur epidemiologischen Kontrolle des Virus in Afrika bei.

Allerdings bleiben sechs Jahre nach der westafrikanischen Epidemie und vierzig Jahre nach der erstmaligen Identifizierung des Virus in Zaire (heute Demokratische Republik Kongo) immer noch grundlegende Fragen offen. Woher kommt der Ebolavirus und warum ist er für Menschen so gefährlich? Welche internationalen Maßnahmen sind zur Eindämmung künftiger Epidemien möglich? Das sind einige der Fragen, die im Mittelpunkt des Vortrags und des anschließenden Gesprächs stehen werden.


Details zur Veranstaltung

Zeit: Donnerstag, 24. Oktober 2019, 17:30 Uhr bis 19:00 Uhr
Ort: Instituto Cervantes Hamburg
Adresse: Instituto Cervantes, Chilehaus Eingang B, Fischertwiete 1, 20095 Hamburg
Teilnehmende: Prof. Dr. Stephan Günther (Mediziner), Dr. César Muñoz-Fontela (Biologe)
Eintritt: frei


Koordinatoren der Veranstaltung

Dr. César Muñoz-Fontela schloss sein Hochschulstudium an der Universität Complutense in Madrid ab und erwarb dort seinen Doktortitel in Mikrobiologie und Parasitologie. Er hat am Imperial College in London und im Krankenhaus Mount Sinai in New York gearbeitet, wo er die immunologische Antwort des Grippevirus studierte. Seit 2011 lebt er in Hamburg, wo er bis Ende 2017 Leiter der Nachwuchsgruppe Neuauftretende Viren am Hamburger Heinrich-Pette-Institut war. Seit Anfang 2018 leitet er die Arbeitsgruppe Virus Immunologie am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg. Er publizierte mehr als 50 wissenschaftliche Artikel und war Berater in der Weltgesundheitsorganisation WHO während der Ebolaepidemie in Westafrika. Für seine Forschungen zu einem Mittel gegen Ebola erhielt Dr. Cesar Muñoz-Fontela den Wissenschaftspreis „Gesellschaft braucht Wissenschaft“.

Prof. Dr. Stephan Günther studierte Medizin an der Humboldt-Universität Berlin (Charité), an der er in Virologie promovierte. Er ist spezialisiert auf medizinische Mikrobiologie, Virologie und Epidemiologie von Infektionskrankheiten und habilitierte in Medizin am Universitätsklinikum Eppendorf. Des Weiteren ist er Leiter der Virologie-Abteilung des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin in Hamburg und koordinierte das mobile europäische Labor, welches einen Großteil der Diagnosen von Ebola-Patienten während der Epidemie in Westafrika durchführte. Er publizierte über hundert wissenschaftliche Artikel und ist Berater in der Weltgesundheitsorganisation. Für seine wissenschaftlichen Beiträge erhielt er zahlreiche Auszeichnungen einschließlich des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschlands für die Entdeckung des SARS-Virus (Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom).