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| 15.12.2016

Landesforschungsförderung – BNITM ist an Projekt zu geschlechtsspezifischen Immunmechanismen beteiligt

Die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) hat für die „Anschubförderung kooperativer Forschungsverbünde“ ein Projekt mit BNITM-Beteiligung ausgewählt. Die Förderung des Projekts „Identifizierung von Immunmechanismen bei Erkrankungen mit geschlechtsspezifischen Unterschieden“ beläuft sich in den kommenden drei Jahren auf rund 1,71 Millionen Euro.

Männer und Frauen unterscheiden sich nicht nur äußerlich, sondern auch in ihren Immunantworten. Dies zeigt sich sowohl in der Häufigkeit, als auch im Verlauf von Immunkrankheiten, Infektionen und Tumoren. Dabei unterliegt bereits die Ausbildung der Immunantwort, die ab Geburt stattfindet, geschlechtsspezifischen Einflüssen.

In einem Konsortium bestehend aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern von BNITM, Heinrich-Pette-Institut und Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) sollen nun die Ursachen und Konsequenzen geschlechtsspezifischer Einflüsse genauer untersucht und Regelkreise identifiziert werden, die für geschlechtsspezifische Unterschiede bei immunvermittelten Erkrankungen von Bedeutung sind.

Zu den Initiatoren dieses kooperativen Forschungsvorhabens gehört PD Dr. Hanna Lotter. Sie ist Leiterin einer Laborgruppe am BNITM und untersucht seit langem immunologische und hormonelle Hintergründe, die für den geschlechtsspezifischen Unterschied bei dem durch den Parasiten Entamoeba histolytica hervorgerufenen Amöbenleberabszess verantwortlich sind.

„Die jetzige Förderung ist ein wichtiger Schritt, um das bisher wenig beachtete aber zunehmend an Bedeutung gewinnende Forschungsgebiet der geschlechtsspezifischen immunologischen Grundlagenforschung zu erschließen und voranzutreiben“, sagt Hanna Lotter. Ziel ist es, in der Zukunft weitere überregionale Arbeitsgruppen einzubeziehen, um mit den in diesem Projekt erarbeiteten Grundlagen größere Forschungsverbände anzustoßen.