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| 23.04.2020

Mobiles Labor unterstützt Coronavirus-Diagnostik in Weiden i.d. Oberpfalz

Hamburg / Weiden i.d. Oberpfalz. Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) in Hamburg koordiniert die Europäischen Mobilen Labore (EMLab), die jetzt in der aktuellen Coronavirus-Pandemie die Sars-CoV-2-Diagnostik vor Ort unterstützen: Es werden täglich zahlreiche Patientenproben getestet und das Klinikpersonal geschult. Bewährt haben sich die EMLabs bereits bei anderen Ausbrüchen von Infektionskrankheiten, wie der Ebola-Epidemie in Westafrika. Die Mitarbeiter*innen der mobilen Labore sind als Partner der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und im EU-Katastrophenhilfemechanismus registriert.

Am 25. März 2020 erreichte das BNITM eine dringliche Anfrage der Stadt Weiden in der Oberpfalz, mit der Bitte die SARS-CoV-2 / COVID19-Diagnostik am Klinikum Weiden zu unterstützen. In der Region Neustadt an der Waldnaab, der Stadt Weiden und im Landkreis Tirschenreuth waren außerordentlich viele Fälle von COVID19-Erkrankungen aufgetreten und in der Folge kam es zu einer Überlastung der in der Region vorhandenen Diagnostikkapazitäten.

Im Rahmen der Katastrophenschutzmaßnahmen der Stadt Weiden gegen die Pandemie und in Zusammenarbeit mit dem Technischen Hilfswerk (THW) wurde noch am selben Tag eine EMLab-Laboreinheit zusammen mit fünf Mitarbeiter*innen des BNITM sowie einer Mitarbeiterin des Robert Koch-Instituts (RKI) nach Weiden entsendet. Bereits zwei Tage später war das Labor installiert und die Diagnostik für SARS-CoV-2 konnte aufgenommen werden.


„Das mobile Labor kann pro Tag eine große Zahl priorisierter Patientenproben testen und die jeweiligen Ergebnisse innerhalb von 24 Stunden der Klinik zur Verfügung stellen“, erklärt Dr. Martin Gabriel, Projektkoordinator der Abteilung Virologie am BNITM. Seit dem 27. März hat das EMLab mehrere Tausend Proben getestet.

Im Rahmen ihres Einsatzes schulen BNITM-Mitarbeiter*innen auch Labormitarbeiter*innen des Klinikums in der molekularen SARS-CoV-2-Diagnostik. „Dadurch wird das Klinikum Weiden in die Lage versetzt, die nötige Zahl an Testen selbst durchzuführen“, berichtet Gabriel. Der Einsatz des EMLabs am Klinikum Weiden solle noch für einige Wochen fortgeführt werden.

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) finanziert innerhalb der Global Health Protection Programme (GHPP) das Bereithalten der EMLab-Laboreinheiten für mögliche Einsätze bei Epidemien oder Pandemien. Die Kosten für den aktuellen Einsatz trägt die Stadt Weiden und die Landkreise Neustadt an der Waldnaab und Tirschenreuth.


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