Immunologie

Ständig zunehmende Antibiotikaresistenzen bereiten derzeit größte Sorgen in der Gesundheitsversorgung weltweit, insbesondere, da immer seltener neue Antibiotika entdeckt oder entwickelt werden. Gleichzeitig versteht man unser Abwehrsystem immer besser und auch, warum einzelne Menschen von Natur aus vor bestimmten Infektionen geschützt sind. Vielleicht sollte man diese Erkenntnisse stärker nutzen, um Medikamente zu entwickeln, die das Abwehrsystem empfänglicher Menschen so beeinflussen, dass es wie das Abwehrsystem derjenigen Menschen reagiert, die von Natur aus geschützt sind. Diese Art von Medikamenten gibt es schon, zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen. Sie werden „Immunmodulatoren“ genannt. Es gibt Gründe anzunehmen, dass es Infektionserregern ungleich schwerer fallen würde, gegen solche Medikamente Resistenzen zu entwickeln.

Angeborener Schutz vor Tuberkulose

Mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung ist mit Mycobacterium tuberculosis, dem Erreger der Tuberkulose, infiziert, doch nur ein kleiner Anteil der Infizierten wird krank. Über die schützenden Faktoren ist wenig bekannt, von Zwillingsstudien weiß man aber, dass genetische Anlagen eine überragende Rolle spielen. Wir haben bei einer Reihe von Afrikanern eingehend die Gene der Proteine untersucht, die auf der Oberfläche von Abwehrzellen Infektionserreger erkennen.

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Mastzellen als Effektoren, nicht als Regulatoren der Abwehr gegen Würmer

Fast ein Drittel der Weltbevölkerung ist mit parasitären Würmern infiziert. Strongyloides ratti ist ein Darmwurm von Ratten, mit dem sich auch Mäuse infizieren lassen und der so als Labormodell für Infektionen des Menschen dient. Wie bei verwandten Würmern des Menschen dringen die Larven von S. ratti über die Haut ein, können durch Bindegewebe und Lunge wandern und entwickeln sich in der Darmschleimhaut zu erwachsenen Würmern.

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Immunsuppression bei Malaria

Bekanntermaßen kann unser Immunsystem einen deutlichen Schutz vor wiederholten Malariaerkrankungen aufbauen. Andererseits gibt es Hinweise, dass die Immunantwort auch an der Entwicklung lebensbedrohlicher Komplikationen bei der Malaria durch Plasmodium falciparum beteiligt ist.

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