Methoden

Obwohl Methoden die Grundlage jeder wissenschaftlichen Arbeit bilden, galt ihre Beschreibung früher als zu trocken und war für renommierte Fachzeitschriften unattraktiv. In der Regel verbargen sich daher bahnbrechende methodische Neuerungen hinter Titeln und in Publikationen, die nicht die Methode, sondern das Ergebnis einer ersten Anwendung in den Vordergrund stellten. Vor fast 15 Jahren riskierte ein renommierter Wissenschaftsverlag jedoch die Herausgabe einer reinen Methodenzeitschrift, die inzwischen zu den höchstzitierten und einflussreichsten naturwissenschaftlichen Fachzeitschriften gehört. Eigentlich nicht erstaunlich, können doch bahnbrechende Methoden ganz neue Forschungsfelder eröffnen, werden vielfach angewandt und entsprechend zahlreich zitiert. Ein Beispiel findet sich auf der folgenden Seite: hier wurde die Methode in den Vordergrund gestellt, und das durchaus bemerkenswerte Ergebnis einer ersten Anwendung hintangestellt.

Malaria stört Zika-Test

Infektionen mit dem Zika-Virus verlaufen häufig so milde, dass sie von den Betroffenen nicht wahrgenommen werden. Infizieren sich allerdings schwangere Frauen, kann das Virus schwere Fruchtschädigungen verursachen. In diesen Fällen ist daher die verlässliche Diagnose einer bestehenden oder zurückliegenden Infektion von großer Bedeutung.

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Die Vergleichsgruppe entscheidet

Klinische Studien liefern manchmal widersprüchliche Ergebnisse auf die gleiche Fragestellung. So zeigten Studien, dass Patienten mit Malaria sowohl häufiger, als auch seltener an einer lebensbedrohlichen generalisierten Salmonelleninfektion erkranken als Patienten ohne Malaria. Zusammen mit internationalen Kollegen haben wir gezeigt, dass solche Widersprüche auf Unterschieden im Studienplan beruhen.

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Genetische Trickkiste für Proteine von Plasmodium Falciparum

Das etablierte Verfahren, Plasmodium falciparum genetisch zu manipulieren, ist noch sehr mühsam und zeitraubend, weil sich fremde DNA schlecht in das Genom der Parasiten einbauen lässt. Wir haben eine Methodik entwickelt, die es erlaubt, Gene von P. falciparum wie in einem Baukasten zu manipulieren, um die Funktion der entsprechenden Proteine zu analysieren.

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