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Landnutzung und Malariarisiko

Malaria wird von weiblichen Anopheles-Mücken übertragen, und so steigern nahegelegene Brutplätze für die Mücken wesentlich das Risiko, an Malaria zu erkranken.

Landnutzung (siehe Legende) innerhalb eines Radius von 2 km um den Mittelpunkt eines Dorfes in der Ashanti-Region, Ghana (Ikonos Satellitenaufnahme).
Landnutzung (siehe Legende) innerhalb eines Radius von 2 km um den Mittelpunkt eines Dorfes in der Ashanti-Region, Ghana (Ikonos Satellitenaufnahme).

Bestimmte Landschaften bieten bei Mücken beliebte Brutplätze, andere weniger. Daher haben wir in einem ländlichen Gebiet Ghanas den Zusammenhang zwischen dem Vorkommen von Malaria und der Landnutzung untersucht. Mit hoch auflösenden Satellitenbildern wurde die Landnutzung in einem Umkreis von 2 km um zwölf Dörfer bestimmt und mit der Rate an Malariaerkrankungen in der Dorfbevölkerung verglichen.

Das Ergebnis: Mit zunehmendem Anteil an Sumpfgebieten und Bananenanbau stieg die Zahl von Malariaerkrankungen; dagegen sank das Malariarisiko, wenn die Dörfer von Wäldern umgeben waren. Die Ergebnisse erleichtern die Suche nach Mückenbrutplätzen und Larven in den Risikozonen und erlauben in Zukunft möglicherweise den gezielten Einsatz von Bekämpfungsmaßnahmen.

Krefis A.C. et. al., PLoS ONE 2011, 6(3):e17905. doi:10.1371
Denise Dekker, Elina Fechtner, Julius Fobil, Mirko Girmann, Anna Jaeger, Anne C. Krefis, Ralf Krumkamp, Wibke Loag, Oumou Maiga Askoferé, Maja V. Nielsen, Enusa Ramani, Nimako Sarpong, Norbert G. Schwarz, Peter Sothmann, Thalea Tamminga, Christof Vinnemeier, Julia Vohwinkel, Jürgen May und externe Kooperationspartner (s. Publikation)

AG May (Infektionsepidemiologie)