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Malariaparasiten nutzen Abwehrreaktion von Leberzellen

Malariaparasiten nutzen Abwehrreaktion von Leberzellen zu ihrer eigenen Vermehrung, aber viele gehen zugrunde.

Ein Malariaparasit (grün, „Sporozoit“- Stadium)
Ein Malariaparasit (grün, „Sporozoit“- Stadium) wird nach dem Eindringen in eine Leberzelle von Membranen (hellgrün) und Stützfäden (Mikrotubuli; rot) der Leberzelle umgeben.

Nach dem Stich einer infizierten Mücke gelangen Malariaparasiten mit dem Blut zunächst in die Leber. Wie alle anderen Zellen können Leberzellen eingedrungene Krankheitserreger zerstören, indem sie sie mit einer Membran umgeben und einfach verdauen. Einige Malariaparasiten schaffen es jedoch, diesem Angriff zu entgehen – stattdessen verdaut die Wirtszelle sich selbst. Die dabei freiwerdenden Nährstoffe nutzen die Parasiten für ihre rasante Vermehrung zu vielen tausend Tochterzellen. Allerdings zahlen sie einen hohen Preis für diese Strategie, denn ein Großteil der Parasiten wird tatsächlich verdaut und zerstört.

Graewe S. et al., FEMS Microb Rev 2011, epub
Monica Prado, Nina Eickel, Stefanie Graewe, Ulrike Fröhlke, Volker Heussler und externe Kooperationspartner (s. Publikation)