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Malariaparasit in 3D gefilmt

Obwohl man es seit über hundert Jahren vermutet, sicher konnte man sich nicht sein. Erstmals ist es gelungen, die Entwicklung eines Malariaerregers in einem roten Blutkörperchen zu filmen.

Innerhalb von zwei Tagen wächst der Malariaerreger (grün) in der roten Blutzelle (rot) heran
Innerhalb von zwei Tagen wächst der Malariaerreger (grün) in der roten Blutzelle (rot) heran, bis er die gesamte Wirtszelle vereinnahmt. Es entstehen Tochterparasiten, die neue rote Blutzellen befallen können (letztes Bild).

Bislang konnte man sich seine Entwicklung nur aus zahlreichen Einzelbildern zusammenstellen. Die Filme bestätigen einige Vorurteile, mit anderen räumen sie auf. So entsteht die große Fressvakuole der Parasiten nicht durch eine einmalige Einstülpung der äußeren Zellmembran (als „großer Schluck“ bezeichnet), und Proteine werden nicht in größeren Verbünden innerhalb von Membranen in die roten Blutkörperchen entlassen, sondern von den Parasiten einzeln in vorgefertigte Membranen geschickt, die bereits in den Blutkörperchen vorhanden sind.

Grüring C. et al., Nat Commun 2011, 2:165
Christof Grüring, Arlett Heiber, Florian Kruse, Johanna Ungefehr, Tim-Wolf Gilberger, Tobias Spielmann und externe Kooperationspartner (s. Publikation)