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Der Zwergfadenwurm Strongyloides Ratti aktiviert hemmende Abwehrzellen

Der wenige Millimeter große Zwergfadenwurm bohrt sich durch die Haut von Ratten und Mäusen und wandert zwei Tage lang durch den Körper bis in den Dünndarm.

Strongyloides ratti – Weibchen aus dem Dünndarm der Maus
Strongyloides ratti – Weibchen aus dem Dünndarm der Maus

Dort lebt er einige Wochen und vermehrt sich. In den Tieren überlebt er nur, weil er deren Immunantwort gegen ihn dämpfen kann. So bewirkt er eine Vermehrung von hemmenden Abwehrzellen, den regulatorischen T-Lymphozyten. Entfernen wir die regulatorischen T-Lymphozyten während der ersten Tage der Infektion künstlich aus den Tieren, dann werden in deren Darm die sogenannten Mastzellen aktiviert. Mastzellen sind Abwehrzellen mit vielfältigen, teils noch rätselhaften Funktionen. An der Abwehr des Zwergfadenwurmes sind sie wesentlich beteiligt, indem sie für Würmer giftige Substanzen ausschütten und Peristaltik und Schleimproduktion im Darm steigern. In Abwesenheit von regulatorischen T-Lymphozyten setzen Mastzellen diese Substanzen fast eine Woche früher und in größeren Mengen frei. Deswegen können sich die Wu?rmer gar nicht erst im Darm einnisten und werden schnell ausgestoßen.

Blankenhaus B. J. et al., Immunol 2011, 86: 4295
Marie-Luise Eschbach, Birte Blankenhaus, Nadia Ben Nouir, Minka Breloer und externe Kooperationspartner (s. Publikation)