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Würmer bremsen Helfer- und Killerzellen

Wurminfektionen führen häufig zu Veränderungen im Immunsystem, die den Erfolg von Schutzimpfungen beeinträchtigen können.

Vergleich der Antikörper-Antwort auf eine Impfung bei gesunden und wurminfizierten Mäusen
Vergleich der Antikörper-Antwort auf eine Impfung bei gesunden und wurminfizierten Mäusen

So bilden Mäuse, die mit dem Fadenwurm Litomosoides sigmodontis infiziert sind, als Antwort auf eine Impfung wesentlich weniger schützende Antikörper. Dabei werden nicht die antikörperproduzierenden Zellen selbst gestört, sondern vor allem sogenannte T-Helfer-Lymphozyten, die bei der Antikörperproduktion helfen. Würmer bewirken, dass Abwehrzellen den hemmenden Botenstoff Interleukin-10 freisetzen. Interleukin-10 hemmt die Vermehrung von T-Helfer-Lymphozyten und polt sie teilweise zu abwehr- und entzündungshemmenden Lymphozyten (sog. regulatorischen T-Lymphozyten) um. Nach einer Schutzimpfung gegen Malaria bewirken Würmer darüber hinaus, dass weniger sogenannte Killer-Lymphozyten gebildet werden, die malariainfizierte Zellen erkennen und abtöten könnten. Wir versuchen jetzt, die Impfungen so zu verstärken, dass sie auch bei gleichzeitigem Wurmbefall schützen.

Hartmann W. et al., J. Immunol 2011, 187:4088
Marie-Luise Eschbach, Wiebke Hartmann, Julia Kolbaum, Irma Haben, Minka Breloer und externe Kooperationspartner (s. Publikation)