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Nachfolgende Infektionen verlängern Impfschutz gegen Malaria

Ein Hauptproblem bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen Malaria - wie auch gegen andere Infektionen - ist die Kürze des Impfschutzes. Damit wird eine wesentliche Voraussetzung für eine breite Anwendung, nämlich die Ausbildung eines immunologischen Gedächtnisses, nicht erfüllt.

Die Antikörper binden an Moleküle auf der Oberfläche von Sporozoiten (grün), dem ersten Stadium der Parasiten im Menschen. Nach einer Impfung steigt der Antikörperspiegel mit jeder neuen Infektion mit Malariaerregern („challenge“) weiter an.(Fotografie und Grafik: Thomas Jacobs)

Auch in unserem Modell der Maus-Malaria wird der Impfschutz im Laufe der Zeit schwächer. Zwar sind nach der Impfung noch sehr lange Immunzellen gegen Malariaerreger vorhanden, ihre Anzahl ist aber zu niedrig. Wenn wir die Tiere jedoch bereits kurz nach der Impfung mit dem Erreger infizieren, bleibt die Abnahme der Immunzellen aus, und es kommt zu einem langfristigen Schutz. Dieser ist auch Wochen nach der Impfung noch ausreichend, um eine Infektion zuverhindern. In Regionen, in denen ständig Malaria übertragen wird, könnten daher Impfungen, die eigentlich nur einen unzureichenden Schutz bieten, durchaus einen längerfristigen Schutz bewirken.

Tartz S. et al., Eur J Immunol 2013, 43:693-704

Susanne Tartz, Christina Deschermeier, Bernhard Fleischer, Thomas Jacobs und externe Kooperationspartner (s. Publikation)