Forschung

Kontakt

Dr. Eleonora SchönherrPresse- & ÖffentlichkeitsarbeitTel.: +49 40 42818-264
E-Mail: presse(at)bnitm.de

Dr. Jessica TiedkePresse- & ÖffentlichkeitsarbeitTel.: +49 40 42818-264
E-Mail: presse(at)bnitm.de

Entdeckung des Maridi-Virus (Ebola-Sudan-Virus)

Nzara, Sudan (heute Süd Sudan) - Juni 1976

Ende Juni 1976 wurde aus Nzara im Süden des Sudan, nahe der Grenze zum damaligen Zaire, über einzelne Fälle einer tödlichen Erkrankung berichtet, die auch das Personal des regionalen Krankenhauses in Maridi erfasst hatte. Im August 1976 rief die Weltgesundheitsorganisation internationale Hilfe für das verwaiste Krankenhaus. Dr. Jürgen Knobloch vom BNITM trat allein die Reise an und berichtete später, er sei längere Zeit der einzige Arzt im Haus gewesen.

Verspätete Pressemeldung über den Ausbruch  von hämorrhagischem Fieber im Süden des Sudan.  Dr. Jürgen Knobloch vom BNITM war bereits im  August nach Maridi gereist. O ff enbar wurde sein  Einsatz nicht allgemein bekannt gemacht oder zur Kenntnis genommen.
Verspätete Pressemeldung über den Ausbruch von hämorrhagischem Fieber im Süden des Sudan. Dr. Jürgen Knobloch vom BNITM war bereits im August nach Maridi gereist. Offenbar wurde sein Einsatz nicht allgemein bekannt gemacht oder zur Kenntnis genommen.

Bis Ende November stieg die Zahl der Todesfälle auf 230, vier davon im 1500 km nördlich gelegenen Khartoum, nachdem Patienten dorthin verlegt worden waren. Jürgen Knobloch entnahm zahlreiche Autopsieproben. In einem kleinen Teil davon, der unter abenteuerlichen Umständen Hamburg erreichte, wurde elektronenmikroskopisch ein Virus mit großer Ähnlichkeit zum Marburg-Virus nachgewiesen. Die Hamburger nannten es Maridi-Virus.