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Immunabwehr von Rickettsien

Rickettsien sind kleine Bakterien, die sich in lebenden Zellen vermehren. Es gibt mehrere Arten, die von Flöhen, Zecken, Läusen bzw. Milben übertragen werden und unterschiedliche Krankheiten verursachen. Rickettsia typhi verursacht das sog. Endemische Fleckfieber, das schwerwiegende Komplikationen auslösen kann. Es ist nahezu weltweit verbreitet.

Zelle, die mit Rickettsien infiziert ist. Die  elektronenmikroskopische Darstellung zeigt nahezu die gesamte Zelle, Rickettsien sind als dunkelgraue Areale sichtbar.
Zelle, die mit Rickettsien infiziert ist. Die elektronenmikroskopische Darstellung zeigt nahezu die gesamte Zelle, Rickettsien sind als dunkelgraue Areale sichtbar.

Wir untersuchen an verschiedenen Mausmodellen, wie das Immunsystem die Infektion überwinden kann. Obwohl die Rickettsien innerhalb von Zellen leben, scheint die zellschädigende Aktivität sog. zytotoxischer T-Zellen (CD8-positive Lymphozyten) keine übergeordnete Rolle bei der Abwehr zu spielen, obwohl sie darauf spezialisiert sind, infizierte Körperzellen abzutöten. Interessanterweise waren Helfer-T-Zellen (CD4-positive Lymphozyten) von großer Bedeutung: Offenbar dringt R. typhi in Fresszellen des Immunsystems ein (neutrophile Granulozyten und Makrophagen), ohne von diesen Zellen erkannt zu werden. Erst wenn die Fresszellen von Helfer-T-Zellen aktiviert werden, mobilisieren sie ihre Waffen und töten die eingedrungenen Rickettsien ab.


app S. et al., PLoS Negl Trop Dis 2016, 10:e0004935

Moderzynski K. et al., PLoS Negl Trop Dis 2016, 10:e0005089

Moderzynski K. et al., PLoS Negl Trop Dis 2017, 11:e0005404

Kristin Moderzynski, Stefanie Papp, Liza Heine, Jessica Rauch, Svenja Kühl, Ulricke Richardt, Heidelinde Müller, Bernhard Fleischer und Anke Osterloh