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Proteine von Plasmodium Falciparum, die an Wände von Blutgefässen binden

Nicht selten kommen die Oberflächen-moleküle, die Plasmodium falciparum auf Blutgefäßwänden nutzt, um von ihm befallene rote Blutkörperchen anzuheften, nur in den Blutgefäßen bestimmter Organe vor, so dass speziell diese Organe durch die Malaria geschädigt werden. Wir haben einige dieser Oberflächenmoleküle gentechnisch auf Hamsterzellen gebracht.

280 Schnitt durch Hirngewebe eines Patienten,  der an einer Gehirnbeteiligung der Malaria, der sog. zerebralen Malaria, gestorben ist. Nervenfasern  stellen sich weiß dar, rote Blutkörperchen rot, braun  das Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs nach Aufnahme und Verdauung in Malariaparasiten („Malariapigment“).
Schnitt durch Hirngewebe eines Patienten, der an einer Gehirnbeteiligung der Malaria, der sog. zerebralen Malaria, gestorben ist. Nervenfasern stellen sich weiß dar, rote Blutkörperchen rot, braun das Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs nach Aufnahme und Verdauung in Malariaparasiten („Malariapigment“).

Durch wiederholte Bindungszyklen haben wir diejenigen Proteine von P. falciparum angereichert und charakterisiert, die spezifisch an die ausgesuchten mensch-lichen Oberflächenmoleküle auf den Hamsterzellen binden. Wir hoffen, dass man zukünftig einen Cocktail solcher Bindungsmoleküle von P. falciparum als Impfstoff einsetzen kann, so dass Menschen Antikörper bilden, die das Anheften der infizierten roten Blutkörperchen blockieren und so den Organbefall verhindern.


Metwally N.G. et al., Sci Rep 2017, 7:4069

Nahla Metwally, Ann-Kathrin Tilly, Pedro Lubiana, Lisa Roth, Michael Dörpinghaus, Stephan Lorenzen, Kathrin Schuldt, Susanne Witt, Anna Bachmann, Egbert Tannich, Iris Bruchhaus und externe Kooperationspartner (s. Publikation)