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Kaum eine Chance für Zika-Viren

Das Zika-Virus löst weltweit Besorgnis aus, seit es sich 2015 epidemisch in Latein-amerika verbreitete und bei Schwangeren schwere fetale Fehlbildungen verursachte. In unserem Sicherheitsinsektarium haben wir einheimische Stechmückenarten (Culex spp.) sowie die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus), die sich allmählich von Süden her in Deutschland ausbreitet, auf ihre Fähigkeit untersucht, Zika-Viren zu über-tragen.

Stechmücken ( Culex pipiens ) saugen im Labor  an Wattestäbchen, die mit virushaltigem Blut  getränkt sind. Andere Mücken saugen auch Blut  von Oberflächen (s. Titelbild), wieder andere (wie  Anopheles-Mücken) nur, wenn sie durch eine  Membran stechen.
Stechmücken ( Culex pipiens ) saugen im Labor an Wattestäbchen, die mit virushaltigem Blut getränkt sind. Andere Mücken saugen auch Blut von Oberflächen (s. Titelbild), wieder andere (wie Anopheles-Mücken) nur, wenn sie durch eine Membran stechen.

Keine der einheimischen Mücken war dazu in der Lage und Aedes albopictusnur bei einer Temperatur von 27°C, die bei uns nur in außergewöhnlich warmen Sommern über den erforderlichen Zeitraum von zwei bis drei Wochen erreicht wird. Um einen Ausbruch auszulösen, müsste zudem genau zu dieser Zeit auch noch eine Person einreisen, die Zika-Viren im Blut trägt – ein äußerst geringes Risiko.


Heitmann A. et al., Euro Surveill 2017, 22:pii=30437

Anna Heitmann, Stephanie Jansen, Renke Lühken, Mayke Leggewie, Marlis Badusche, Jonas Schmidt- Chanasit, Egbert Tannich und externe Koopera- tionspartner (s. Publikation)