Vernachlässigte Tropenkrankheiten

Vorkommen „Vernachlässigter Tropenkrankheiten“ (Neglected Tropical Diseases, NTDs) (Quelle: Integrierte Umsetzung der Bekämpfung von NTDs – Potential Deutschlands, Deutsches Netzwerk gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten, 2017)
Vorkommen „Vernachlässigter Tropenkrankheiten“ (Neglected Tropical Diseases, NTDs) (Quelle: Integrierte Umsetzung der Bekämpfung von NTDs – Potential Deutschlands, Deutsches Netzwerk gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten, 2017)

In den 1990er Jahren wurde das Maß der Disability-Adjusted Life Years (DALY) entwickelt, das die globale gesellschaftliche Bedeutung einer Krankheit quantitativ zu beschreiben versucht. Es berechnet die verlorenen oder eingeschränkten Lebensjahre durch Tod bzw. Behinderung, wobei der Schweregrad der Behinderung in die Berechnung eingeht. Somit beschreiben DALYs die Differenz zwischen der Wirklichkeit und dem Ideal, dass alle Menschen bei voller Gesundheit bis zu dem Alter ihrer mittleren Lebenserwartung leben.

Mit der Einführung von DALYs wurde dokumentiert, dass einer solchen Berechnung zu Folge Malaria (82,7 Mio DALY)1, HIV/Aids (81,6 Mio DALY) und Tuberkulose (49,4 Mio DALY) die mit Abstand bedeutendsten Armutskrankheiten sind. Daraufhin beschlossen große internationale Förderorganisationen, sich bei der Bekämpfung von Armutskrankheiten zunächst auf diese „großen Drei“ zu konzentrieren. Als Reaktion wurde von der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ der Begriff der „vernachlässigten Tropenkrankheiten“ (Neglected Tropical Diseases, NTDs) für solche Erkrankungen geprägt, die nicht berücksichtigt wurden, in ihrer Summe aber gleichfalls großes menschliches Leid und weitreichende ökonomische Schäden verursachen (21,0 Mio DALY)2.

Bedrohliche Antibiotikaresistenz In Afrika

Salmonellen sind eine Hauptursache für Blutbahninfektionen in Afrika südlich der Sahara. Wenn die Bakterien in die Blutbahn gelangen, verursachen sie Erkrankungen mit hoher Sterblichkeit. Eigentlich können diese Infektionen gut mit Antibiotika behandelt werden. Ähnlich wie in Europa steigt jedoch die Zahl der antibiotikaresistenten Bakterien auch in Afrika bedrohlich an.

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Immunabwehr Von Rickettsien

Rickettsien sind kleine Bakterien, die sich in lebenden Zellen vermehren. Es gibt mehrere Arten, die von Flöhen, Zecken, Läusen bzw. Milben übertragen werden und unterschiedliche Krankheiten verursachen. Rickettsia typhi verursacht das sog. Endemische Fleckfieber, das schwerwiegende Komplikationen auslösen kann. Es ist nahezu weltweit verbreitet.

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Protein Mit Unbekanner Funktion Macht Amöben Aggressiv

Der Parasit Entamoeba histolytica kann jahrelang im Darm von Menschen leben, ohne Beschwerden zu bereiten. Aus bisher unbekannten Gründen können die Amöben dann allerdings in die Darmwand und ins Blut eindringen und blutende Darmgeschwüre bzw. Organabszesse verursachen.

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Amöbensubstanz Zur Behandlung Der Hautleishmaniose

Die häufigste Form der Leishmaniosen ist die Hautleishmaniose, die zunächst eine Schwellung („Aleppo-Beule“) und in der Folge chronische Geschwüre verursacht. Leishmanien lassen sich offenbar von Abwehrzellen, sog. Makrophagen, fressen, bei vielen Menschen aber in den Fresszellen nicht abtöten. Ein logischer Ansatz für eine Behandlung ist es daher, die Zellen so zu aktivieren, dass sie die gefressenen Leishmanien verdauen.

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Analyse Der Medikamentenresistenz Von Leishmanien Und Wirkstoffsuche

Mit geschätzt 12 Mio. Erkrankten gehören Leishmaniosen zu den wichtigsten Vernachlässigten Tropenkrankheiten. Einige Leishmanien-Arten befallen nur die Haut, andere die Haut-Schleimhaut-Übergänge und bewirken entstellende Defekte im Gesicht. Wieder andere infizieren innere Organe und verursachen lebensbedrohliche Allgemeinerkrankungen.

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