Virale Hämorrhagische Fieber

Marburg-Virus im Elektronenmikroskop.
Marburg-Virus im Elektronenmikroskop.

Am 20. November 2017 würdigten wir in einem kleinen Symposium die virologischen Veteranen Prof. Werner Slenczka, vormals Hygieneinstitut Marburg, und Dr. Günther Müller, vormals BNITM, die vor 50 Jahren das Marburg-Virus entdeckt hatten. Den Jahrestag nahm unser Mitarbeiter Prof. Dennis Tappe zum Anlass, die Rolle des BNITM bei der Entdeckung der Filoviren zu beleuchten. Er fand, dass sich der erste dokumentierte Ausbruch des Ebola-Virus – entgegen gängiger Berichterstattung – nicht im Hochsommer 1976 am Ebola- Fluss, sondern bereits im Frühsommer des Jahres im Süden des Sudan ereignet hatte und von Dr. Jürgen Knobloch vom BNITM beschrieben und hier virologisch untersucht worden war.

Atomare Struktur Eines Diebischen Enzyms Von Arena- Und Hantaviren

RNA besteht aus Ketten von Bausteinen sehr ähnlich der Erbsubstanz DNA, ist jedoch strukturell flexibler und funktionell vielfältiger, andererseits aber auch weniger stabil. Um sie vor vorzeitigem Abbau zu schützen, enthält der erste Baustein bestimmter RNA-Moleküle, der Boten-RNA, eine chemische Modifizierung, die als „Kappe“ bezeichnet wird. Viren können sich im Körper nur vermehren, wenn auch ihre Boten-RNA mit einer Kappe versehen ist.

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Tödliche Fehlregulation

Im Rahmen des Einsatzes der „European Mobile Laboratories“ (EMLabs) während der Ebola-Epidemie 2014-2016 wurden von 157 Ebola-Patienten Blutproben kurz nach der Krankenhausaufnahme entnommen. Unsere Untersuchungen konzentrierten sich auf einen Vergleich der Immunantwort von Patienten, die im Verlauf der Infektion starben, und solchen, die überlebten.

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Entdeckung des Ebola-Virus

Yambuku, Zaire (heute Demokratische Republik Kongo) – August 1976

Ende August berichtete die WHO von Fällen von hämorrhagischem Fieber in Yambuku, nahe dem Ebola-Flüsschen im Norden von Zaire. Eine elektronenmikroskopische Untersuchung der Proben aus Zaire und dem Sudan in den Centers for Disease Control (CDC) (USA), an der Universität Antwerpen und im Microbiological Research Establishment(MRE) im englischen Porton Down zeigte die gleiche Morphologie wie das Marburg-Virus.

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Entdeckung Des Maridi-Virus (Ebola-Sudan-Virus)

Nzara, Sudan (heute Süd Sudan) - Juni 1976

Ende Juni 1976 wurde aus Nzara im Süden des Sudan, nahe der Grenze zum damaligen Zaire, über einzelne Fälle einer tödlichen Erkrankung berichtet, die auch das Personal des regionalen Krankenhauses in Maridi erfasst hatte. Im August 1976 rief die Weltgesundheitsorganisation internationale Hilfe für das verwaiste Krankenhaus. Dr. Jürgen Knobloch vom BNITM trat allein die Reise an und berichtete später, er sei längere Zeit der einzige Arzt im Haus gewesen.

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Entdeckung des Marburg-Virus

Marburg, Deutschland - August 1967

Im Spätsommer 1967 erkrankten Pfleger von Menschenaffen (Grünen Meerkatzen) in den Behringwerken mit hohem Fieber, inneren Blutungen und Organversagen. Fünf der 25 Patienten starben. Wenig später trat die Infektion auch an Instituten in Frankfurt und Belgrad auf, in denen ebenfalls mit Grünen Meerkatzen gearbeitet wurde.

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