Spezieller Erregernachweis im Gewebe

Das Nationale Referenzzentrum für tropische Infektionserreger bietet molekularbiologische Verfahren zum Nachweis von Infektionserregern in Geweben an.

Es empfiehlt sich unbedingt eine vorherige telefonische Absprache mit dem NRZ (040 / 42818-211, labordiagnostik(at)bnitm.de). Zu Herkunfts- bzw. Reiseland, Symptomatik, betreffendem Organ sowie Vorbefunden werden möglichst genaue Angaben erbeten.

Bitte beachten Sie, dass diese molekularbiologischen Verfahren weder eine fachärztliche histopathologische Untersuchung, noch eine bakteriologische oder mykologische Diagnostik ersetzen.

Materialien, die (auch kombiniert) untersucht werden können, sind

  • Native Biopsien, beispielsweise mit wenig isotonischer Lösung gegen Austrocknung versetzt, zur Färbung und parasitologischen Mikroskopie und/oder zum DNA/RNA-Nachweis mittels PCR
  • Fixierte Biopsien oder Gewebeblöcke in Paraffin. Mikroskopie nach Schneiden mit dem Mikrotom und Färbung (Standard- [H&E] und Spezialfärbungen [Giemsa, PAS, Versilberung, etc.]) sowie DNA/RNA-Nachweis mittels PCR
  • Paraffinblockraspeln (10µm dick) oder bereits extrahierte DNA zur PCR
  • Ungefärbte Schnittpräparate auf Objektträgern zur PCR
  • Gefärbte Schnittpräparate zur mikroskopisch-parasitologischen Begutachtung

Diese Verfahren sind mikroskopisch und molekulardiagnostisch in der Parasitologie (Protozoen, Helminthen – insbesondere Zestoden und Nematoden – sowie Pentastomen) und molekulardiagnostisch in der Bakteriologie (Rickettsiosen, Leptospirose, Tularämie, Lepra, Buruli-Ulcus, Brucellose, Melioidose, Bartonellose) und Virologie etabliert.

Bitte beachten Sie auch die Informationen zum Versand me