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Reisen & Impfung - Oman

Thema: Reisen & Impfung

Oman

Im Inneren von Oman heißes Wüstenklima; in den Küstenregionen des Nordens sowie in Dhofar eher feuchtheißes Klima. Maskat im Januar ca. 22° C, Juni 34° C.

Impfvorschriften bei der Einreise

Bei unmittelbarer Einreise aus Europa bestehen keine Impfvorschriften. Bei einem Aufenthalt in einem der unten aufgeführten Länder (Gelbfieber-Endemiegebiete) während der letzten 6 Tage vor der Einreise nach Oman kann bei der Einreise eine gültige Gelbfieber-Impfbescheinigung verlangt werden (nicht erforderlich bei Kindern unter 9 Monaten).

Eine Bescheinigung (Impfpass), auf der eine gültige Gelbfieber-Impfung nachgewiesen wird, ist erforderlich bei der Einreise aus den folgenden Ländern:

Angola - Äquatorialguinea - Argentinien - Äthiopien - Benin - Bolivien - Brasilien - Burkina Faso - Burundi - Ecuador - Elfenbeinküste - Französisch Guayana - Gabun - Gambia - Ghana - Guinea - Guinea-Bissau - Guyana - Kamerun - Kenia - Kolumbien - Kongo, Rep. - Kongo, Demokratische Republik - Liberia - Mali - Mauretanien - Niger - Nigeria - Panama - Paraguay - Peru - Ruanda - Senegal - Sierra Leone - Sudan - Suriname - Togo - Trinidad & Tobago - Tschad - Uganda - Venezuela - Zentralafrikanische Republik

Empfohlener Impfschutz

Standardimpfungen entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO). Dazu zählen die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, außerdem ggf. Impfungen gegen Hepatitis A, saisonale Influenza.

Abhängig von Dauer und Art der Reise sowie besonderen Bedingungen während des Aufenthalts (enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung, Übernachtungsmodalitäten, Berufs- und Freizeitaktivitäten etc.) kommen möglicherweise weitere Impfungen in Frage. Hier sind das aktuelle Infektionsrisiko in Oman, der Gesundheitszustand und besondere Vorerkrankungen des Reisenden sowie sein derzeitig bestehender Impfschutz von Bedeutung. Es ist zu empfehlen, individuell den Rat eines reisemedizinisch ausgewiesenen Arztes oder eines Tropeninstituts einzuholen. Eine reisemedizinische Beratung sollte spätestens vier Wochen vor der geplanten Reise erfolgen, damit sinnvolle/erforderliche Impfungen rechtzeitig durchgeführt werden können. Die Kostenübernahme ist individuell mit der jeweiligen Krankenkasse zu klären. Für Oman sind die folgenden Impfungen zu erwägen:

  • Meningitis (5 Serotypen)
  • Hepatitis B bei längeren Aufenthalten oder engem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung
  • Tollwut bei Umgang mit Tieren
  • Herpes zoster (> 50 Jahre)

Eine Auflistung reisemedizinisch qualifizierter Ärzte finden Sie unter http://www.dtg.org/

Malaria

Außer in der vom eigentlichen Territorium des Oman durch eine Landbrücke der VAE getrennten Enclave Musandam im Norden besteht im Land kein Übertragungsrisiko für Malariaerkrankungen. In Musandam besteht ein insgesamt sehr geringes Risiko einer Übertragung nach Regenfällen. Die vorbeugende Einnahme von Medikamenten (Chemoprophylaxe) wird für den Oman nicht empfohlen.

Ratschläge zur Reiseapotheke

Statten Sie ihre Reiseapotheke so aus, dass kleinere Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen selbst behandelt werden können. Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen müssen, sollten Sie in ausreichender Menge in Ihrem Handgepäck mitführen. Eine Bestätigung (am besten in Englischer Sprache) der Notwendigkeit der Einnahme dieser Medikamente kann notwendig werden. Die Zusammensetzung Ihrer Reiseapotheke sollte mit einem Arzt besprochen werden. Es empfehlen sich auf jeden Fall Mittel gegen Insektenstiche, Fieber und Schmerzen, Durchfall, Desinfektionsmittel, Pflaster und Verbandsmaterial, Sonnenschutzmittel. Weitere Medikamente (Antibiotikum, Malariamedikamente) können sinnvoll sein.

Aktuelle Meldungen

Laut WHO wurden die letzten Bilharziose-Fälle im Land 2012 gemeldet.

Seit 2012 werden Fälle von Infektionen mit dem MERS-Coronavirus von der arabischen Halbinsel gemeldet, auch aus Oman. Im Oman besteht also ein – wenn auch sicherlich geringes – Risiko für eine Infektion mit dem MERS-Virus (middle east respiratory virus). Es handelt sich um eine Virusinfektion, die durch direkten Kontakt mit Kamelen oder Produkten von Kamelen übertragen wird. In Einzelfällen ist auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich. Symptome der Erkrankung sind Fieber und Husten, die zu schweren und lebensbedrohlichen Lungenentzündungen fortschreiben können. Ein besonderes Risiko besteht für Reisende mit chronischen Krankheiten. Eine Impfung steht gegenwärtig nicht zur Verfügung.

Folgende Maßnahmen sind zu empfehlen: regelmäßige Hygienemaßnahmen incl. Händedesinfektion, insbesondere nach Besuch von Farmen und Märkten; Vermeidung eines direkten Kontakts mit Kamelen und Produkten von Kamelen; kein Trinken von Kamelmilch. 

Allgemeine Hinweise

Auf die ausreichende Bestückung der Reiseapotheke und auf eine Auslandskrankenversicherung mit eventueller Rückholung in das Heimatland ist Wert zu legen.

Bei Reisenden aus Afrika kann eine Untersuchung auf das Vorliegen einer Malaria bei der Einreise verlangt werden.

Hinweise zur Sicherheit im Reiseland finden sich auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes www.auswaertiges-amt.de.

Ansprechpartner

Botschaft von Oman
Clayallee 82, 14195 Berlin
Tel.: +49 (0)30 81 00 51 0
Fax: +49 (0)30 81 00 51 99
E-Mail: botschaft-oman(at)online.de
Web: -

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Nahe Al-Nahda Hospital, Stadtteil Ruwi, Maskat
Tel.: 00968 - 24 83 24 82, 24 83 21 64
Fax: 00968 - 24 83 56 90
E-Mail: info(at)maskat.diplo.de
Web: www.maskat.diplo.de

Alle hier gemachten Angaben erfolgen ohne Gewähr
und ersetzen nicht eine reisemedizinische Beratung.