Jahrestagung "Aus Gesundheitskrisen lernen und gemeinsam besser werden"

Die Covid-19-Pandemie hat die Welt nicht nur in ihrer unmittelbaren Auswirkung erschüttert, sondern auch grundlegende Fragen zur globalen Gesundheitsvorsorge aufgeworfen. Insbesondere die Bedeutung der Grundlagenforschung in den Bereichen Impfstoffe, Diagnostik und Überwachung ist in den Fokus gerückt. Des Weiteren hat die Pandemie die Interdependenz zwischen menschlicher Gesundheit, Tiergesundheit und Umwelt unter dem One-Health-Konzept verdeutlicht, was insbesondere vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels an Relevanz gewinnt.


Zugleich hat sie komplexe ethische und rechtliche Fragen berührt, etwa zu Grundrechtseingriffen, Risikobewertungen und staatlicher Verantwortung. Ebenso zeigte die Pandemie, wie entscheidend eine realistische Risikowahrnehmung und eine vertrauenswürdige Wissenschaftskommunikation für das gesellschaftliche Krisenmanagement sind.


Um die genannten komplexen Zusammenhänge sowie die Herausforderungen künftiger Gesundheitskrisen zu erörtern, möchten wir Sie herzlich zu unserem eintägigen Symposium einladen. Unter dem Titel: “Aus Gesundheitskrisen lernen und gemeinsam besser werden” bietet die Veranstaltung eine Plattform für den Austausch zwischen führenden Wissenschaftler:innen und der Öffentlichkeit.

Veranstaltungsort:
Langenbeck-Virchow-Haus Luisenstraße 58/59, 10117 Berlin

Bitte melden Sie sich an unter: post@leibnizsozietaet.de

Das Programm:

10.00-10.15 Eröffnung und Begrüßung
Gerda Haßler, Präsidentin der Leibniz-Sozietät


10.15-10.45 Von der Zoonose zur Pandemie:
Pandemisches Potenzial und Mechanismen am Beispiel von Influenzaviren
Martin Beer, Friedrich-Loeffler-Institut


10.45-11.15 Pandemien verstehen: Erkenntnisse aus der Zeit vor Corona
Klaus Stöhr, Mitglied der Leibniz-Sozietät


11.15-11.45 Telemedizinische intensivmedizinische Versorgung – Erfahrungen aus SAVE.Berlin@COVID-19
Claudia Spies, Charité


11.45-12.30 Podiumsdiskussion
Martin Beer, Klaus Stöhr, Claudia Spies, Detlev Krüger


12.30-13.30 Mittagspause


13.30-14.00 Diskursvulnerabilität: Beeinträchtigungen der Meinungsfreiheit in und nach der Pandemie
Frauke Rostalski, Universität zu Köln


14.00-14.30 Bruchstellen der Risikokommunikation in der Pandemiezeit
Peter Wiedemann, Monash University, Melbourne


14.30-15.00 Ausblick: Klimawandel und Vektorübertragene Infektionen
Jonas Schmidt-Chanasit, Mitglied der Leibniz-Sozietät


15.00-16.00 Podiumsdiskussion
Frauke Rostalski, Peter Wiedemann, Jonas Schmidt-Chanasit, Detlev Krüger


16.00 Verabschiedung
Gerda Haßler, Präsidentin der Leibniz-Sozietät

 

Organisatoren


Die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin e.V.
ist eine freie Vereinigung von Natur-, Technik-, Geistes- und Sozialwissenschaftlern. Sie steht in der Tradition der von Gottfried Wilhelm Leibniz im Jahre 1700 gegründeten Brandenburgischen Sozietät der Wissenschaften, mit der sie historisch durch die über Jahrhunderte ununterbrochene Zuwahl ihrer Mitglieder und deren wissenschaftliches Wirken verknüpft ist. Die Sozietät, im Jahre 1993 als eingetragener Verein mit Sitz in Berlin konstituiert, baut auf eigenständigen Forschungen ihrer Mitglieder auf und bietet ihnen ein Forum der Diskussion und Publizität. Im Plenum, in den Klassen und in Arbeitskreisen pflegen ihre Mitglieder und Gäste besonders den interdisziplinären Diskurs und die Erörterung aktueller Grundprobleme von Wissenschaft und Gesellschaft.
Die Sozietät will durch ihre Tätigkeit einen angemessenen Beitrag zum geistigen Leben in unserer Zeit leisten.


Die Berliner Medizinische Gesellschaft e.V.
wurde 1844 als Gesellschaft für wissenschaftliche Medizin gegründet. Es folgten stürmische Jahrzehnte in denen die moderne Medizin durch epochemachende Entdeckungen Gestalt annahm. Die Berliner Medizinische Gesellschaft bildete das fachübergreifende Zentrum des medizinischen Lebens in Berlin mit weltweiter Ausstrahlung. Rudolf Virchow, ein Universalgelehrter, prägte die Gesellschaft als Vorsitzender über 20 Jahre. Ihm folgte der Chirurg Ernst v. Bergmann.
Auch heute vermittelt die Gesellschaft neueste medizinisch-wissenschaftliche Erkenntnisse an die Ärzteschaft. Sie ist beheimatet im Langenbeck-Virchow-Haus direkt an der Charité in Berlin Mitte.


Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) ist Deutschlands größte Einrichtung für Forschung, Versorgung und Lehre auf dem Gebiet tropentypischer und neu auftretender Infektionskrankheiten. Das im Jahr 1900 gegründete BNITM ist seit 2008 eine selbstständige, gemeinnützige Forschungseinrichtung in Form einer Stiftung öffentlichen Rechts mit Sitz in der Freien und Hansestadt Hamburg. Seinem Stiftungszweck entsprechend widmet sich das BNITM der Forschung, Lehre, Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie der Beratung und Versorgung auf dem Gebiet tropentypischer Erkrankungen und neu auftretender Infektionskrankheiten.

Eckdaten

Jahrestagung "Aus Gesundheitskrisen lernen und gemeinsam besser werden"
19. Mai 2026
10:00-16:00 Uhr, Veranstaltungsort: Langenbeck-Virchow-Haus Luisenstraße 58/59, 10117 Berlin

Ansprechperson

Prof. Dr. Jonas Schmidt-Chanasit

Leitung Abteilung Arbovirologie und Entomologie

Telefon : +49 171 212 7900, +49 40 285380 271

E-Mail : schmidt-chanasit@bnitm.de