Unsichtbare Realitäten: Kunst, Politik und Konflikte – Ein Kampf gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten

Kunst trifft globale Gesundheit: Ausstellung und Podiumsdiskussion in Hamburg
Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit leben mit Krankheiten, die vermeidbar oder behandelbar wären – wenn es das nötige Engagement gäbe. Doch vernachlässigte Tropenkrankheiten treffen meist Menschen, die in großer Armut leben, keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben und gesellschaftlich kaum Gehör finden. Sie beeinträchtigen Gesundheit, Bildung, Produktivität und Einkommen in vielen Ländern und hindern diese daran, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen.
Um auf diese oft übersehene globale Herausforderung aufmerksam zu machen, lädt das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) anlässlich des Welttags der vernachlässigten Tropenkrankheiten am 30. Januar 2026 ab 18 Uhr zu einer Abendveranstaltung in der Hamburger Speicherstadt ein.
Unsichtbare Realitäten: Kunst gegen Stigmatisierung
Viele dieser Krankheiten könnten verhindert oder behandelt werden. Doch internationale Kürzungen bei Gesundheitsbudgets und andauernde Konflikte erschweren die Versorgung der betroffenen Menschen. Darüber sprechen Fachleute aus Wissenschaft, Politik und internationalen Organisationen bei einer Podiumsdiskussion.
Begleitend dazu eröffnet eine Kunstausstellung, die persönliche Perspektiven sichtbar macht. Gezeigt werden Werke eines weltweiten Kunstprojekts der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit (DTG) in Zusammenarbeit mit dem äthiopischen Künstler Solomon Kifle. Die Kunstwerke erzählen eindrücklich, wie Menschen mit NTDs leben – und kämpfen.

Gäste auf dem Podium
Die Diskussion wird moderiert von der Wissenschaftsjournalistin Christiane Löll. Auf dem Podium sprechen unter anderem:
- Prof. Dr. Jürgen May, Vorstandsvorsitzender des BNITM, Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF)
- Jennifer Seel, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
- Dr. Jutta Reinhard-Rupp, NGO FIND (Foundation for Innovative New Diagnostics)
- Melissa Scharwey, NGO Ärzte ohne Grenzen
Veranstaltungsdetails
Wann?
Freitag, 30. Januar 2026, 18:00-20:30 Uhr
Wo?
1000 Satellites, Speicherstadt Hamburg
Am Sandtorkai 27
Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.
Die Veranstaltung wird vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) finanziell unterstützt.
Eckdaten
Ansprechperson
Ph.D. Daniela Fusco
Abteilung Infektionsepidemiologie
Telefon : +49 40 285380-504
E-Mail : fusco@bnitm.de
Pia Rausche
Abteilung Infektionsepidemiologie
E-Mail : pia.rausche@bnitm.de
BNITM Presse
Telefon : +49 40 285380-264/269
E-Mail : presse@bnitm.de
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