Unsichtbare Realitäten: Kunst, Politik und Konflikte – Ein Kampf gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten

Das Bild zeigt die Weltkarte. Besonders betroffene Gebiete in Äquatornähe sind dunkelrot und rot, Indien und Nordafrika beige und die USA und große Teile Europas hellgrün: nicht betroffen also.
Verbreitung der NTDs in der Welt   ©DNTDs

Kunst trifft globale Gesundheit: Ausstellung und Podiumsdiskussion in Hamburg

Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit leben mit Krankheiten, die vermeidbar oder behandelbar wären – wenn es das nötige Engagement gäbe. Doch vernachlässigte Tropenkrankheiten treffen meist Menschen, die in großer Armut leben, keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben und gesellschaftlich kaum Gehör finden. Sie beeinträchtigen Gesundheit, Bildung, Produktivität und Einkommen in vielen Ländern und hindern diese daran, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen.

Um auf diese oft übersehene globale Herausforderung aufmerksam zu machen, lädt das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) anlässlich des Welttags der vernachlässigten Tropenkrankheiten am 30. Januar 2026 ab 18 Uhr zu einer Abendveranstaltung in der Hamburger Speicherstadt ein.

Unsichtbare Realitäten: Kunst gegen Stigmatisierung

Viele dieser Krankheiten könnten verhindert oder behandelt werden. Doch internationale Kürzungen bei Gesundheitsbudgets und andauernde Konflikte erschweren die Versorgung der betroffenen Menschen. Darüber sprechen Fachleute aus Wissenschaft, Politik und internationalen Organisationen bei einer Podiumsdiskussion.

Begleitend dazu eröffnet eine Kunstausstellung, die persönliche Perspektiven sichtbar macht. Gezeigt werden Werke eines weltweiten Kunstprojekts der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit (DTG) in Zusammenarbeit mit dem äthiopischen Künstler Solomon Kifle. Die Kunstwerke erzählen eindrücklich, wie Menschen mit NTDs leben – und kämpfen.

Foto zweier nackter Männerbeine, das eine deutlich geschwollen.
Elefantiasis: durch Fadenwürmer verursachte Lymphstauungen   ©BNITM

Gäste auf dem Podium

Die Diskussion wird moderiert von der Wissenschaftsjournalistin Christiane Löll. Auf dem Podium sprechen unter anderem:

Veranstaltungsdetails

Wann?
Freitag, 30. Januar 2026, 18:00-20:30 Uhr

Wo?
1000 Satellites, Speicherstadt Hamburg
Am Sandtorkai 27


Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

Die Veranstaltung wird vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) finanziell unterstützt.

Eckdaten

Ausstellung und Podiumsdiskussion zum World NTD Day
30.01.2026 18:00 - 20:30
Hautgeschwüre, weil du dir die Hände in Pfützen waschen musst. Herzschwäche, weil in deiner Hütte auch Raubwanzen leben und dich nachts stechen. Ein verstümmelter Fuß, weil es nach dem Schlangenbiss im Reisfeld kein passendes Gegengift gab: Vernachlässigte Tropenkrankheiten betreffen vor allem vernachlässigte Menschen(gruppen). Mit unserer Veranstaltung anlässlich des World NTD Day wollen wir ein Schlaglicht auf diesen Missstand werfen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ansprechperson

Ph.D. Daniela Fusco

Abteilung Infektionsepidemiologie

Telefon : +49 40 285380-504

E-Mail : fusco@bnitm.de