Kurzmitteilung

Franz-Emanuel-Weinert-Preis 2026 für Cornelia Betsch

Professorin Cornelia Betsch vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) und der Universität Erfurt hat den Franz-Emanuel-Weinert-Preis der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) erhalten. Die DGPs zeichnete sie am Abend beim DGPs-Kongress in Luxemburg aus. Damit ehrt die Fachgesellschaft ihre Forschung zu Entscheidungen in Gesundheitsfragen und im Bereich Nachhaltigkeit sowie ihr besonderes Engagement für eine gut verständliche, evidenzbasierte Wissenschaftskommunikation.

Cornelia Betsch ist Psychologin, Professorin für Gesundheitskommunikation und Direktorin des Institute for Planetary Health Behaviour an der Universität Erfurt. Am BNITM leitet sie die Arbeitsgruppe Gesundheitskommunikation. Dort hat sie auch das WHO Collaborating Center “Behavioural Research in Global Health” (BRIGHT) aufgebaut, das die Weltgesundheitsorganisation mit verhaltenswissenschaftlichem Wissen unterstützt.

International bekannt wurde sie mit ihrer Forschung zu Impfentscheidungen. Die von ihr und ihrem Team entwickelten Modelle und Instrumente helfen dabei, Impfverhalten besser zu verstehen und zu messen. Die WHO nutzt diese Werkzeuge in der Gesundheitskommunikation. Darüber hinaus erforscht Betsch, wie Menschen Antibiotika umsichtig einsetzen und wie sie klimafreundlicher handeln können – auch gemeinsam mit Partnern in afrikanischen Ländern.

Foto von Cornelia Betsch vor einer Graffiti-Backsteinwand. Sie trägt ein dunkelblaues Kostüm, schulterlange dunkelbraune Haare, eine markante dunkel umrahmte Brille und blickt freundlich in die Kamera.
Prof. Dr. Cornelia Betsch   ©Enver Hirsch
Gruppenbild am CERMEL in Gabun
Institutionenübergreifende Forschungsgruppe am CERMEL in Gabun   ©Cornelia Betsch

Mit den Studien COVID-19 Snapshot Monitoring (COSMO) während der Corona-Pandemie und der anschließenden Planetary Health Action Survey (PACE) hat sie regelmäßig erhoben, was Menschen über Krisen wissen, wie sie Risiken einschätzen und wie sehr sie Schutzmaßnahmen vertrauen. Politik, Behörden und Medien greifen diese Ergebnisse auf.

Seit 2024 gehört sie dem Deutschen Ethikrat an und bringt dort ihre Expertise zu globaler Gesundheit und Planetarer Gesundheit in die Beratung der Politik ein.

Das BNITM gratuliert Cornelia Betsch sehr herzlich zu dieser Auszeichnung. Der Franz-Emanuel-Weinert-Preis zeigt, wie wichtig verhaltenswissenschaftliche Forschung für Tropenmedizin und globale Gesundheit ist – und damit auch für die Arbeit des BNITM.

Ansprechperson

Julia Rauner

Presse- & Öffentlichkeitsarbeit

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